Sitzbälle: Tatsächlich ein guter Bürostuhl-Ersatz?

Vor einigen Jahren eroberten die bunten Gymnastikbälle in rasender Geschwindigkeit die deutschen Büros. In vielen Fällen verstauben sie jedoch mittlerweile in der Abstellkammer, da sie ihr Versprechen, vor Rückenproblemen zu schützen, nicht halten konnten. Dabei sind sie ein durchaus vielfältig einsetzbares Trainingsgerät.

Wer überwiegend am Schreibtisch arbeitet, hat vielmals mit Rückenproblemen zu kämpfen. Durch die stundenlang gleiche, ungesunde Position vor dem Bildschirm entstehen Haltungsschäden, die durch die konstanten leichten Bewegungen des Balles vermieden werden sollten. Er sollte nicht nur die Rückenmuskulatur trainieren, sondern auch für eine gesunde Haltung der Wirbelsäule sorgen – so die Theorie. Doch in der Praxis sieht es leider ganz anders aus: Oftmals werden die tiefliegenden, kurzen Rückenmuskeln bei einem längeren Einsatz des Sitzballes irgendwann überlastet und man nimmt aufgrund der Muskel-Überbelastung eine schlechte Haltung ein. Deshalb empfiehlt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln, im Büro nicht länger als 30 Minuten am Stück auf der Gummikugel zu sitzen. Sinnvoller ist es, am Schreibtisch regelmäßig seine Position zu verändern und auch mal im Stehen zu arbeiten – am besten natürlich mit einem höhenverstellbaren Tisch.

Auch wenn der große Ball kein Büromöbel ist, so ist er doch ein perfektes Trainingsgerät für ein vielseitiges Stabilisationstraining in der Mittagspause oder nach der Arbeit zu Hause. Die Instabilität des Gymnastikballes führt bei vielen Übungen zu einem höheren Effekt – besonders in Bezug auf die tiefliegende, stabilisierende Muskulatur – und bringt vielseitigere Variationsmöglichkeiten im Vergleich zu einfachen Bodenübungen.

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