Bewusste Ernährung kann multiple Sklerose verlangsamen

In einer neuen Kooperationsstudie der Neurologischen Kliniken der Ruhr-Universität Bochum stellten die Wissenschaftler die Interaktion des Immunsystems mit der bakteriellen Besiedlung des menschlichen Darms, des sogenannten Mikrobioms, in ihren Fokus. Bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen, so auch bei der multiplen Sklerose, ist der Einfluss des Mikrobioms auf die Krankheitsentstehung und den Krankheitsverlauf bereits bekannt. Doch durch welche Einflussfaktoren wird diese Interaktion bestimmt?

Dementsprechend untersuchten die Forscher bei Versuchen in Zellkulturschalen sowie im experimentellen Modell, welchen Einfluss Fettsäuren in der Nahrung auf die Entstehung und den Verlauf der autoimmun-entzündlichen Erkrankung haben. Dabei stellten sie fest: Langkettige Fettsäuren fördern die Entstehung und Vermehrung von entzündlichen Zellen in der Darmwand, während kurzkettige Fettsäuren die Entstehung und Verbreitung von regulatorischen Zellen in der Darmwand anregen. Diese regulatorischen Zellen des Immunsystems sind in der Lage gewebeschädigende, überschießende Entzündungsreaktionen zu unterdrücken. Somit könnte, ergänzend zu der herkömmlichen Behandlung, eine gezielte Ernährungsumstellung der chronisch-entzündlichen Autoimmunkrankheit entgegenwirken.

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