Neurotraining - Selbsttests zur Überprüfung der Übungen

Text: Astrid Buscher
Bilder: Mira Hampel Fotografie | mirahampel.de

Eines der vielen positiven Dinge am neurozentrierten Training ist die Tatsache, dass unser Nervensystem unglaublich schnell reagiert. Somit erhalten wir auf jede durchgeführte Übung eine unmittelbare Rückmeldung, ob diese uns gut tut oder nicht. Ziel aller Neuro-Übungen ist es, eine nachhaltige positive Wirkung zu erzielen. Fühle ich mich nach der Durchführung der Übung besser, hat sich meine Beweglichkeit verbessert oder bin ich leistungsfähiger? Beim Neurotraining ist es wichtig, dies immer wieder zu überprüfen. Eine pauschale Aussage über die Wirkung von einzelnen Übungen gibt es nicht, das ist bei jeder Person ganz individuell.

Die positive Wirkung kann anhand unterschiedlicher Tests/Drills aus dem Bereich Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft/Muskelkontraktion und Koordination überprüft werden. Einige schnell und einfach durchzuführende Tests aus dem Bereich Beweglichkeit und Gleichgewicht finden Sie nachfolgend.

Wichtig: Zu Beginn jeder Übung empfehlen wir den aufrechten neutralen Stand:

  • Hüftschmale Fußposition, nach vorne ausgerichtet
  • Aufrechte Haltung: Wirbelsäule lang aber locker - Kinn leicht eingerollt - Hinterkopf zieht nach oben
  • Blick geradeaus und entspannt
  • Fließende Atmung

1. Beweglichkeit

Schulterbeweglichkeit

Selbsttest Neurotraining - Schulterbeweglichkeit

  • Arm seitlich anheben und Ellbogen 90° beugen
  • Schulter bleibt tief
  • Arm aus dem Schultergelenk in dieser Position auf (Foto 1) und ab bewegen (Foto 2)
  • Handgelenk bleibt in Verlängerung des Unterarms (nicht beugen)
  • Test auf beiden Seiten durchführen und den Bewegungsumfang wahrnehmen
  • Die Seite mit der schlechteren Beweglichkeit eignet sich gut für den Re-Test nach der Übung

Rumpfrotation

Selbsttest Neurotraining - Rumpfrotation

  • Arme vor dem Körper ausstrecken
  • Handflächen aneinander
  • Oberkörper langsam rotieren
  • Die Hüfte bleibt gerade ausgerichtet
  • Test auf beiden Seiten durchführen und den Bewegungsumfang wahrnehmen
  • Die Seite mit der schlechteren Beweglichkeit eignet sich gut für den Re-Test nach der Übung

Nackenbeweglichkeit

Selbsttest Neurotraining - Nackenbeweglichkeit

  • Kopf langsam seitlich, Richtung Schulter neigen
  • Test auf beiden Seiten durchführen und den Bewegungsumfang wahrnehmen
  • Die Seite mit der schlechteren Beweglichkeit eignet sich gut für den Re-Test nach der Übung

Finger-Boden-Abstand

Selbsttest Neurotraining - Finger-Boden-Abstand

  • Arme locker hängen lassen
  • Oberkörper langsam nach vorne beugen
  • Knie bleiben gestreckt
  • Bewegungsumfang (Abstand Finger-Boden) wahrnehmen
  • Die Seite mit der schlechteren Beweglichkeit eignet sich gut für den Re-Test nach der Übung

2. Gleichgewicht

Alle folgenden Gleichgewichtstests starten im neutralen Stand. Die Positionen sollten 15-20 Sekunden stabil gehalten werden. Gestartet wird mit offenen Augen. Geht dieses gut, wird die Übung mit geschlossenen Augen wiederholt. Treten bei einer Übung/Position deutliche Unsicherheiten (Schwanken, starke Aktivität der Fuß- und Beinmuskulatur) auf, so ist dieses eine gute Übung für den Re-Test. Gewählt wird die Übung, die gerade noch stabil durchgeführt werden kann.

Schulterbreiter Stand (Augen auf / Augen zu)

Selbsttest Neurotraining - Schulterbreiter Stand

Geschlossener Stand (Augen auf / Augen zu)

Selbsttest Neurotraining - Geschlossener Stand

Tandem-Stand (Augen auf / Augen zu)

Selbsttest Neurotraining - Tandem-Stand

Einbeinstand (Augen auf / Augen zu)

Selbsttest Neurotraining - Einbeinstand

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