Kampf der Cellulite – So straffen Sie Problemzonen

Thorsten Dargatz
Medizinredakteur & Autor

Millionen Frauen haben damit zu kämpfen, vor allem in der warmen Jahreszeit: Cellulite, diese unschönen Dellen an Oberschenkeln, Bauch, Po und Armen. Über 80 Prozent aller Frauen über 20 sind von Cellulite betroffen. Dabei handelt es sich übrigens um ein rein kosmetisches Problem. Cellulite ist keine Krankheit. Füllen sich die Fettzellen in der Unterhaut, schieben sie die Lederhaut und die Oberhaut beulenförmig nach oben. So entstehen dann die kleinen Hügellandschaften. Wie viele Fettzellen der Körper besitzt, ist übrigens genetisch festgelegt. Männer sind vor Cellulite befreit, weil die Fasern ihres Bindegewebes nicht parallel liegen, sondern vernetzt sind.

Das Wichtigste vorab: Selbst die besten Hightech-Produkte aus der Kosmetikindustrie können wenig dagegen ausrichten. Viel besser ist es, sich gesund zu ernähren, die Durchblutung zu fördern und vor allem aktiv zu werden. Denn es ist vor allem die Kombination aus Ausdauersport und Krafttraining, mit dem sich die überflüssigen Fettzellen reduzieren lassen. Wer sich bei den Fernsehübertragungen die Leichtathletinnen und Schwimmerinnen anschaut sieht, dass Sportlerinnen keine Probleme mit Cellulite haben.

Aber keine Sorge: Niemand muss jetzt ein Hochleistungstraining durchführen, um die Problemzonen zu straffen. Sehr gut ist ein regelmäßiges Ausdauertraining, bei dem viele Muskelgruppen zum Einsatz kommen. Ideal ist Schwimmen und Aqua-Fitness, denn im Wasser wird Fettgewebe besonders effektiv abgebaut. Hinzu kommt, dass jede Bewegung im Wasser auch einen Massageeffekt auf das Bindegewebe hat. Aber auch Joggen, Radeln oder Inline-Skaten sind gut geeignet. Am besten dreimal wöchentlich bis zu 45 Minuten. Bei einem regelmäßigen Ausdauertraining kommt es zur Bildung neuer feiner Blutgefäße. Sie sorgen für eine verbesserte Durchblutung und dafür, dass das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt wird. Gifte und Stoffwechselprodukte werden so schneller abtransportiert – ideal um Cellulite zu reduzieren.

Zwei- oder dreimal wöchentlich sollte man aber auch die Muskeln trainieren. Besonders gut geeignet ist das so genannte Functional Training, bei dem viele Muskelgruppen zum Einsatz kommen. Aber auch eine Training an Geräten oder mit Hanteln kann helfen, die Problemzonen abzubauen. Besonderes Augenmerk sollte man bei den Übungen auf die Innen- und Außenseite der Beinmuskulatur, die Gesäßmuskulatur, den Bauch und die Oberarme legen. Sportliche Anfänger sollten zunächst auf jeden Fall unter Anleitung trainieren.

Wichtig ist natürlich auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und pflanzlichem Eiweiß sowie Vollkornprodukten. Dazu mindestens zwei Liter täglich trinken. Auf Fett, Salz, Zucker und Alkohol lieber weitestgehend verzichten.

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