So funktioniert Functional Training

Thorsten Dargatz, Medizinredakteur & Autor

Für viele Spitzensportler und etliche Trainingsexperten ist Functional Training eigentlich ein alter Hut. Jetzt setzt sich der Trend aber auch bei immer mehr Freizeitsportlern durch. Gut so, denn Functional Training ist wirklich zu empfehlen. Ähnlich wie beim herkömmlichen Krafttraining, geht es auch hier um die Kräftigung der Muskulatur. Anders als bei einem Workout an Geräten, handelt es sich aber um viel komplexere Bewegungen. Es werden nicht einzelne Muskelgruppen trainiert, sondern ganze Muskelketten. Das hat gleich mehrere Vorteile: Neben den Muskeln profitieren davon auch die Bänder und Sehnen, außerdem sind die Übungen normalen Alltagsbewegungen nachempfunden.

Einer der Vorteile beim Functional Training: Es werden vermehrt auch die tiefliegenden Muskeln trainiert. Das sind jene Muskeln, die unseren Körper ständig ausbalancieren, ohne dass wir etwas davon bemerken. Diese ganz speziellen Stützbänder sind kurz und kräftig und arbeiten immer im Duo: Während ein Muskelstrang zieht, gibt sein Gegenspieler haltend nach – und umgekehrt.

Damit diese tiefliegenden Muskeln vom Functional Training optimal profitieren, steht auch nicht die Kraft im Vordergrund, sondern die Koordination. Die Muskeln kommen dann ganz von alleine, sagen die Anhänger des Functional Trainings. Eine besondere Rolle spielt dabei der Rumpf. Das klingt logisch. Schließlich ist dieser Bereich der Hauptstabilisator beim Mensch und dort sitzen besonders viele tiefliegende Muskeln. Eine stabile Hüfte hat positiven Einfluss auf das Knie-und Fußgelenk. Eine gut trainierte Bauchmuskulatur ist der beste Schutz vor Rückenschmerzen.

Ganz besonders wichtig bei allen Übungen ist die korrekte Ausführung. Das Erlernen einer technisch einwandfreien Übungsausführung steht denn auch zunächst im Vordergrund. Trainiert wird anfangs ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Klingt einfach, ist es aber nicht. Das zeigt ein Übungsbeispiel aus dem Functional Training: Auf einem Bein stehend bei aufrechtem Oberkörper leicht in die Kniebeuge gehen. Das erfordert nicht nur Kraft, sondern auch Koordination und Gleichgewichtsgefühl. Anfänger sollten das Functional Training deshalb auch zunächst unter professioneller Anleitung erlernen. Zu schnell schleichen sich sonst Fehler ein und diese machen das an sich ausgezeichnete Training dann zunichte.

Fortgeschrittene trainieren mit speziellen Geräten, etwa einem Gymnastikball oder einem Wackelbrett. Die instabilen Geräte erhöhen die Anforderungen an den Gleichgewichtssinn. Hinzu kommt, dass deutlich mehr Muskeln zum Einsatz kommen. Tipp: Wer die einzelnen Übungen gut beherrscht, kann sie dann auch ohne Trainer durchführen. Idealerweise aber vor einem Spiegel, um sich stets kontrollieren zu können.

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