Schluss mit Ausreden – Sport in den Berufsalltag integrieren

„Morgen fange ich an“, lautet wohl der häufigste Gedanke vieler Menschen, die „eigentlich“ gerne regelmäßig Sport treiben würden. Der steigende Anteil sportlich Inaktiver in Deutschland zeigt jedoch, dass es meist bei den guten Vorsätzen bleibt. Nach dem Arbeiten bin ich zu müde, das Wetter ist zu schlecht, die Hausarbeit und der Einkauf stehen noch an oder die Couch und der Fernseher sehen doch zu verlockend aus – der innere Schweinehund hat gewonnen, wie so oft. Doch habe ich die eigene Willensschwäche erst einmal über ein paar Wochen hinweg besiegt, kann sportliche Aktivität auch schnell zur Routine werden.

Dass Sport und Bewegung gesund sind, weiß ein jeder und doch begünstigen viele durch Bewegungsmangel das Risiko von Übergewicht, Diabetes, Herzinfarkten oder auch von psychischen Erkrankungen, wie das Burnout-Syndrom. Durch ständige Neuerungen und technische Weiterentwicklung wird uns viel Arbeit bzw. Bewegung abgenommen, die wir vor einigen Jahren noch selbst ausführen mussten. Und kommen wir erst einmal in den Genuss neuer Bequemlichkeiten, wollen wir ungern darauf verzichten. Wir werden träge und wählen den Weg des geringsten Widerstands. Doch ist es genau dieser Widerstand, den wir hin und wieder brauchen, um gesund und agil zu bleiben. Es kommt dabei gar nicht zwingend darauf an, regelmäßig einem Sport nachzugehen. An erster Stelle steht die Bewegung im Allgemeinen, die zu einem gesünderen und aktiveren Leben beitragen kann. Erst im zweiten Schritt sollte die Entscheidung für eine bestimmte Sportart fallen. Wir haben Tipps, wie diese bestmöglich in einen stressigen Berufsalltag integriert werden kann.

Zeitmangel ist häufig die Hauptursache für zu wenig sportliche Betätigung, daher sollte die vorhandene Zeit möglichst effektiv genutzt werden. Ein gutes Zeitmanagement ist folglich nicht nur im Beruf, sondern auch in der Freizeit wichtig, zumindest wenn es darum geht, regelmäßig Sport zu betreiben. Ein fest eingetragener Zeitraum kann dabei helfen, Regelmäßigkeit zu schaffen, ebenso wie die Erstellung eines Trainingsplans. Dadurch lässt sich das Wann und das Wie einer Sporteinheit von vornherein festlegen, wodurch der Trainierende diese Entscheidung nicht mehr im Tagesablauf treffen muss. Je weniger Gedanken vorab daran verloren gehen, desto eher wird der Sport als Teil des Alltags zur Routine.

Auch wenn dieser Teil der Freizeitgestaltung ist, sollten die eingetragenen Termine auch dafür und nur dafür geblockt werden. Eine gelegentliche Ausnahme ist noch nicht dramatisch, doch führen diese auch schnell in Zukunft zu Ausnahmen und ehe man sich es versieht, ist die hart erarbeitete Regelmäßigkeit wieder dahin. Vielmehr sollte die Stunde Sport beispielsweise wie ein Meeting im Büro betrachtet werden, das auch nicht ohne Weiteres abgesagt werden kann. Dabei hilft vor allem ein Freund oder Kollege als Trainingspartner. Einerseits kann dieser durch gegenseitiges Pushen die Motivation und Trainingsleistung positiv beeinflussen. Noch viel entscheidender ist jedoch der natürliche „Zwang“ zum Sport zu gehen, der durch einen Trainingspartner entsteht. Absagen und Ausreden fallen bei bereits festgelegten Verabredungen deutlich schwerer. Die Begründung „Heute habe ich keine Lust“ interessiert Ihren Kameraden eher wenig und daher werden Sie es sich zweimal überlegen, ob Sie wirklich absagen wollen.

Auch der Gang nach Hause kann das Sportvorhaben zum Scheitern bringen. Erst mal in den eigenen vier Wänden angekommen, kann die „kurze“ Pause und das Anziehen lässiger Klamotten eine Bequemlichkeit schaffen, die für den Rest des Tages nicht mehr abgelegt werden kann. Falls möglich, empfiehlt es sich daher, die Sporttasche schon am Vorabend zu packen und mit auf die Arbeit zu nehmen, um direkt nach Feierabend durchzustarten. Wenn doch zunächst der Weg nach Hause notwendig ist, bleibt die Motivation bei nur kurzen Aufenthalten und dem direkten Überwerfen der Sportsachen am höchsten. Dabei reicht es häufig schon, eine kurze Zeitspanne des Mangels an innerem Antrieb zu überbrücken. Ist der Weg ins Sportstudio, auf den Sportplatz oder der Waldlauf erst einmal angetreten, werden Sie auch das anschließende Sportprogramm durchziehen.

Einfach mal abschalten

Dieser Weg fällt umso leichter, desto mehr Spaß der Trainierende bei seiner Sportart hat. Dazu sollte man möglichst viel ausprobieren, um den optimalen Sport für sich herauszufinden. Während dem einen eher Mannschaftssportarten oder Ballsport liegen, dreht der andere lieber alleine seine Runden durchs Gelände, ist im Wasser in seinem Element oder geht zum Training ins Fitnessstudio. Es gibt kein richtig oder falsch, der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen, um das Beste aus sich herauszuholen. Sehen Sie Sport als Hobby an, als Freizeitbeschäftigung, die sie machen dürfen und nicht müssen, um mit Freude an die Sache heranzugehen und nicht mit Zwang oder Frust.

Erst einmal beim Sport angekommen, machen viele Sporttreibende den Fehler, ihre Probleme des Alltags weiterhin mit sich herumzuschleppen, hängen während ihrem Workout ständig am Handy oder nutzen die Sporteinheit eher zum Smalltalk als zum eigentlich Sinn und Zweck. Sehen Sie die Stunde Sport am Abend als Zeit für sich an, in der private Dinge einmal zweitrangig sind. Die Zeit möglichst effektiv nutzen, sich auspowern und für einen Moment mal nicht über das Handy erreichbar sein – so kann man am besten abschalten, Frust, Stress oder Aggressionen abbauen und die Laune und Einstellung ganz einfach steigern. Gerade wenn die Motivation vor dem Sport nicht allzu groß war, wird der Stolz nach dem Training umso größer sein, weil man es dennoch durchgezogen hat. Freuen Sie sich als zusätzliche Motivation schon vorab auf dieses Befinden nach dem Sport.

Wenn der innere Schweinehund dennoch die Oberhand zu gewinnen scheint, sollten die persönlichen Ziele vor Augen gehalten werden. Stört Sie der Blick in den Spiegel oder passen Sie nicht mehr in Ihre Lieblingshose? Dann tun Sie etwas dagegen, denn Veränderungen und Leistungssprünge kommen nur von harter Arbeit. Werden vorab jedoch zu übertriebene Ziele gesetzt, wirken diese eher demotivierend, scheinen die gewünschten Ergebnisse doch zu weit in der Ferne. Daher sollten Ziele realistisch sein und nach und nach dem Leistungsstand angepasst werden. Werden kleine Erfolge gefeiert, wie beispielsweise eine geringere Kleidergröße, können diese als zusätzliche Motivationsspritze dienen. Die Dokumentation innerhalb eines Trainingstagebuchs kann dabei hilfreich sein.

Auch viele Betriebe haben die Zeichen der Zeit erkannt und versuchen mit Betriebssport oder einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement den Folgen des Büroalltags oder monotoner Arbeitsabläufe entgegenzuwirken. Fitte und gesunde Mitarbeiter sind produktiver, kreativer und fallen krankheitsbedingt seltener aus. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und -nehmer, weshalb es im Interesse jedes Unternehmens sein sollte, die sportliche Betätigung der Belegschaft zu fördern. Die sportliche Integration in den Arbeitsalltag kann den Gang zum Sport zu einer Routine machen und zusätzlich erleichtern.

Also worauf warten Sie noch? Schon mit zwei bis drei Stunden wöchentlich können Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden gesteigert werden. Schnappen Sie sich Ihre Sportsachen, setzen Sie sich ein realistisches Ziel und machen Sie den Sport zu einer Selbstverständlichkeit Ihres Alltags. Und siehe da: Ihr innerer Schweinehund hat das Nachsehen.

Passende Artikel
NEU
PERFEKT FÜR HOME TRAINING
TOPSELLER
ARTZT vitality Latexfree 2,5 m (in Aufbewahrungstasche) ARTZT vitality Latexfree 2,5 m (in...
Inhalt 2.5 Laufende(r) Meter (5,83 € / 1 Laufende(r) Meter)
14,57 €
TOPSELLER
PERFEKT FÜR HOME TRAINING
TOPSELLER
PERFEKT FÜR HOME TRAINING
PERFEKT FÜR HOME TRAINING
TOPSELLER
PERFEKT FÜR HOME TRAINING
Rückruf vereinbaren
Die von dir übermittelten Informationen werden gemäß unserer Datenschutzerklärung gespeichert, um deine Kontaktanfrage zu bearbeiten.
Rückruf vereinbaren
Rückruf erfolgreich angefordert.
Formular konnte nicht verarbeitet werden.