Nach Schlaganfall – erst kräftigen, dann funktionell trainieren

Lange Zeit wurde ein „reines“ Krafttraining bei Patienten mit einer Hemiparese vermieden, da man annahm, die Widerstandsübungen könnten eine Spastik steigern. Diese Ansicht ist mittlerweile überholt. Allerdings haben amerikanische Forscher nun untersucht, welche Effekte eine Kombination von Krafttraining mit aufgabenspezifischem Training bei hemiplegischen Patienten nach einem Schlaganfall hat.

Ein Krafttraining normalisiert die Muskelfunktionen, während das funktionelle Training Bewegungsabläufe harmonisiert, Kompensationen fördert und somit beispielsweise die Armfunktion von Schlaganfall-Patienten steigert. Für die Studie nahmen paretische Patienten über 20 Wochen an einer Übungsserie teil, deren Einheiten jeweils 90 Minuten dauerten und dreimal pro Woche stattfanden. Dabei startete die erste Hälfte der Probanden mit dem Krafttraining, die zweite mit dem aufgabenorientierten Training – nach der Hälfte der Zeit tauschten die Gruppen die Trainingsfolge.

Für die Untersuchungsergebnisse analysierten die Experten vor und nach den jeweiligen Übungsphasen die kinetischen Bewegungsabläufe und andere klinisch-funktionelle Parameter. Hierbei stellten sie fest, dass beide Interventionen die Bewegungskoordination der Patienten durchaus verbesserten. Während das Krafttraining die normale Muskelfunktion optimierte, förderte das funktionelle Training zusätzlich kompensatorische Bewegungsmuster. Herausstechend allerdings waren die Ergebnisse der hemiplegischen Patienten, wenn sie zuerst ihre Kraft trainiert und dann funktionell geübt hatten.

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