Fatburning – Bye-bye Rettungsringe und Hüftgold

Thorsten Dargatz
Medizinredakteur & Autor

Der Weg von dick nach dünn muss nicht unbedingt steinig oder frustrierend sein. Damit die Pfunde schwinden, bedarf es keiner großen Willenskraft oder allzu strenger Disziplin. Wichtig sind vor allem zwei Dinge: ein Plus an Bewegung und die Auswahl der richtigen Lebensmittel. Fatburning heißt das Zauberwort, mit dem die Pfunde ganz leicht purzeln können.

Keine Frage: Sport ist der effektivste Fatburner. Vor allem die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining ist ideal, um überflüssigen Pfunden an den Kragen zu gehen. Der Körper schöpft seine Energie aus zwei Quellen: dem Kohlenhydrat- und dem Fettstoffwechsel. Den überwiegenden Teil holt er sich zwar aus den Kohlenhydratspeichern. Doch mit dem richtigen Fatburning-Training lässt sich auch der Fettstoffwechsel prima ankurbeln.

So ist vor allem ein moderates Ausdauertraining ideal für den Fatburning-Effekt. Kohlenhydrate stehen dem Körper nämlich nur begrenzt und für eine gewisse Zeit zur Verfügung. Wenn der Körper merkt, dass er über längere Zeit hinweg arbeiten muss, holt er sich die Energie aus den Fettspeichern. Ideal ist eine Belastung, die zwischen 65 und 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegt. Wichtig zu wissen: Wer seinen Puls in die Höhe schraubt, verbrennt von der ersten Sekunde an Energie. Dass die Fettverbrennung erst nach 30 Minuten einsetzt, ist ein überholter Mythos. Extra-Tipp: Die beste Zeit für ein Fatburning-Training ist übrigens gleich nach dem Aufstehen. Studien haben gezeigt, dass die Fettverbrennungsmaschinerie dann besonders schnell anspringt.

Genauso wichtig wie Ausdauertraining ist auch ein Krafttraining. Neuere Studien weisen sogar darauf hin, dass Muskeltraining einen besseren Fatburning-Effekt haben kann als Ausdauertraining. Das liegt am so genannten „After-Burn-Effekt“. Auch noch Stunden nach dem Krafttraining verbrennt der Körper mehr Fett als sonst. Hinzu kommt: Jedes Extrakilo Muskeln verbrennt täglich 100 Kalorien mehr – auch in Ruhe. Fazit: Je trainierter die Muskeln, desto größer die Fettverbrennung. Experten empfehlen alle zwei oder drei Tage die Muskeln zu trainieren. Dabei sollte man variabel vorgehen und alle Muskelgruppen des Körpers ansprechen.

Wer abnehmen möchte, muss auch auf seine Ernährung achten. Die Faustregel: Man muss weniger Kalorien zu sich nehmen als man verbraucht. Das Verhältnis zwischen natürlichen und unbearbeiten Lebensmittel zu verarbeiteten und industriell hergestellten Produkten sollte idealerweise 80 zu 20 betragen. Die besten Fatburner sind Obst und Gemüse, fettreduzierte Milchprodukte, Fisch, Geflügel und Getreideprodukte sowie hochwertige Pflanzenöle. Sie haben zwar einen hohen Fettgehalt, zählen aber wegen ihrer gesunden Fettsäuren zu den Fatburnern. Weitestgehend meiden sollte man Backwaren und Knabberreien, Süßes wie Marzipan und Nougat sowie ungesunde Fette in Schweineschmalz, Mayonanise und Margarine.

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