Fitness-ABC

A    B    C    D    E    F    G    H    I    J    K    L    M    N    O    P    Q    R    S    T    U    V    W    X    Y    Z    

A

Absolutkraft

Natürlich angelegtes, höchstmögliches Kraftpotenzial, das ein Muskel aufgrund Maximalkraft seines physiologischen Querschnittes und seiner Qualität erbringen kann. Bei einem untrainierten Menschen stehen nur etwa 70 Prozent dieses Potenzials zur Verfügung (Maximalkraft). Die Differenz nennt man auch "autonom geschützte Reserve" oder "Kraftdefizit", sie ist nicht bewusst abrufbar.

Achillessehne

Dickste und stärkste Sehne beim Menschen. Gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels (Musculus triceps surae), bestehend aus dem zweiköpfigen Waden- (Musculus gastrocnemius) und dem Schollenmuskel (Musculus soleus), zur Ferse.

Achillessehnenruptur

Riss der Achillessehne. Sie tritt bei plötzlicher Anspannung der Wadenmuskulatur im Rahmen sportlicher oder sonstiger körperlicher Aktivitäten auf. Meist befinden sich die Patienten im 4. und 5. Lebensjahrzehnt. Eine Ruptur kann chirurgisch oder mit einem festen Verband auch konservativ behandelt werden.

Adaption

Anpassungsvorgänge des Körpers an die an ihn gestellten Aufgaben. Je nach Trainingsart reagiert der Körper unterschiedlich stark auf die Anforderungen in Form von Muskelaufbau, Verbesserung der Herz-Kreislauf-Leistung und auch Knochenaufbau.

Adipositas

Umgangssprachlich auch Fettsucht genannt, meist in Folge von falscher Ernährung. Sie beschreibt eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung von Körperfett. Die Vorstufe von Adipositas ist Übergewicht. Wenn Übergewicht ein gewisses Ausmaß erreicht (Body-Mass-Index > 30 hat), spricht man von Adipositas.

Aerob-anaerobe Schwelle

höchstmögliche Belastungsintensität, in dem Sauerstoffangebot und Sauerstoffverbrauch in den Körperzellen gerade noch ausgeglichen ist. 

Aerobe Kapazität

Maximale Sauerstoffmenge, die die Muskeln eines Sportlers während einer Minute höchster körperlicher Anstrengung verbrauchen können. Die aerobe Kapazität wird auch als maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit oder VO2max bezeichnet.

Aerobic

Form des Fitnesstrainings, die in Begleitung von Musik die Elemente Gymnastik und Tanz miteinander kombiniert. Die rhytmischen Bewegungen fördern Ausdauer und Koordination und verstärken den Umsatz von Sauerstoff im Körper.

Agonist

Muskeln, die eine Bewegung aktiv, also durch Kontraktion ihrer Fasern bestimmen. Die dem Agonisten entgegengesetzt wirkenden Muskeln heißen Antagonisten.

Akupressur

Heilmethode aus der TCM und historischer Vorläufer der Akupunktur, bei der an Meridianen entlang Druck auf bestimmte Punkte des Körpers ausgeübt wird, wodurch "energetische Störungen", die für verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, ausgeglichen werden sollen.

Akupunktur

Aus der TCM stammende Therapiemethode, bei der an Meridianen entlang Akupunkturnadeln unterschiedlich tief eingestochen werden, wodurch "energetische Störungen" innerhalb des Körpers, die für verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, ausgeglichen werden sollen.

Altern

Altern ist ein biologischer, psychischer und sozialer Prozess, der nicht erst in höherem Lebensalter beginnt, sondern von der Geburt an unumkehrbar fortschreitet. Er bezieht sich auf alle fortschreitenden Veränderungen, die im Laufe der Zeit auftreten.

Alterssport

Körperliche, sportliche Bewegung unter Berücksichtigung der Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit des menschlichen Organismus im Alter. Bei der Ausübung spielen altersbedingte Veränderungen eine Rolle.

Anaerobe Kapazität

Höchstes Intensitätsniveau, auf dem der Körper Milchsäure im gleichen Zeitraum abbauen kann, wie sie gebildet wird. Im Bereich der anaeroben Schwelle kommt es zu keiner leistungsmindernden Milchsäureanhäufung in den Muskeln. Eine minimal höhere Intensität kann bereits zur Übersäuerung führen. Eine alternative Bezeichnung ist Laktatschwelle.

Anatomie

Lehre vom Aufbau der Organismen. Dazu gehört die Betrachtung von Gestalt, Lage und Struktur von Körperteilen, Organen, Gewebe oder Zellen, die bis auf molekularer Ebene stattfinden kann.

Aquafitness

Ganzkörpertraining, welches mit oder ohne Geräte in Flach- oder Tiefwasser durchgeführt werden kann. Dabei werden Arme, Beine, Gesäß und Rumpf trainiert. Durch Aquafitness wird die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer gesteigert und die Entspannung gefördert.

Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt. Man versteht darunter eine Systemerkrankung der Schlagadern (Arterien), die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden führt.

Arthritis

Entzündliche Gelenkerkrankung. Eine Arthritis kann als jahrlanger Zerstörungsprozess, als Folge einer anderen Erkrankung oder durch eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen auftreten. Je nach Ursache werden 19 verschiedene Arthritisformen unterschieden. Die häufigste und bekannteste Form ist die rheumatoide Arthritis, die auch chronische Polyarthritis genannt wird.

Arthrose

Schaden eines Gelenkknorpels, der häufig durch übermäßige oder falsche Belastung verursacht wird. Auch angeborene Knorpeldefekte oder Verletzungen können einen stärkeren Verschleiß der Gelenke hervorrufen. Die Arthrose beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels. Anschließend kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen und einer zerstörten Gelenkfläche. Folgen des Gelenkverschleißes sind oftmals Schmerzen und Gelenkversteifungen. Im Endstadium der Arthrose ist es möglich, dass das Gelenk vollständig verknöchert. Der Prozess kann durch verschiedene Maßnahmen verzögert werden, in schweren Fällen von Arthrose ist jedoch ein operativer Gelenkersatz nötig.

Atmung

Eine der lebenswichtigen Körperfunktionen bei Tieren und Menschen. Bei ihr findet ein Gasaustausch des Organismus mit seiner Umgebung statt.

Atrophie (Muskelatrophie)

Schwund von Geweben, Knochen, Organen, Muskeln oder Zellen, der durch Mangelernährung oder endogene Erkrankungen ausgelöst wird.

Aufwärmen

Das Aufwärmen vor sportlichen Belastungen dient zur Erhöhung der Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und einer Minderung des Verletzungsrisikos.

Ausdauer

Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung und die rasche Regeneration nach der Belastung. Fähigkeit, eine bestimmte Belastung (z. B. Laufgeschwindigkeit) über eine möglichst lange Zeit aufrechterhalten zu können, ohne vorzeitig körperlich und geistig zu ermüden und sich so schnell wie möglich zu regenerieren.

Ausdauertraining

Trainingsprogramme und Trainingsformen, mit dem Ziel, die Ausdauer zu erhöhen, also die Fähigkeit des Körpers, über einen ausgedehnten Zeitraum Leistung zu erbringen. Das Ausdauertraining trägt wesentlich zur Entwicklung und Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustandes bei, insbesonders mit positiven Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem. Weitere positive Aspekte sind die Stärkung des Immunsystems und häufig eine Verbesserung des Blutbildes.

B

Balancetraining

Siehe Stabilisationstraining.

Bänder

Siehe Ligamente.

Bandscheibe

Flexible, faserknorplige Verbindung zwischen Wirbeln. Die Wirbelsäule des Menschen besitzt 23 Bandscheiben.

Bandscheibenschaden

Verschleißbedingte Veränderung des Bandscheibengewebes, die auf eine qualitative und mikrostrukturelle Veränderung des Gewebes zurückgeführt wird.

Bandscheibenvorfall

Erkrankung der Wirbelsäule. Dabei durchbricht der Gallertkern der Bandscheibe den Faserring und dringt in die Zwischenwirbellöcher ein. Die lateinische Bezeichnung lautet Prolaps.

Beanspruchung / Belastung

Die Fähigkeit eines Individuums oder einer Körperregion mit unterschiedlichen Belastungen oder Herausforderungen fertig zu werden.

Beckenboden

Bindegewebig-muskulöser Verschluss des Beckenausgangs. Hauptfunktionen des Beckenbodens sind Anspannen (zur Sicherung der Kontinenz), Entspannen (bei Wasserlassen und Stuhlgang) und reflektorisches Gegenhalten (Anspannen auf eine Druckerhöhung im Bauchraum, z. B. Husten, Niesen oder Lachen).

Beckenbodentraining

Spannungs- und Entspannungsübungen der Beckenbodenmuskulatur, ggf. unter Anleitung eines Physiotherapeuten. Ein richtig und regelmäßig durchgeführtes Beckenbodentraining ermöglicht die Stärkung und Straffung der Beckenbodenmuskulatur und dient somit etwa der Vorbeugung und Behandlung einer Harninkontinenz infolge Beckenbodenschwäche und Überlastung der Schließmuskeln.

Behindertensport

Sport, der von Menschen mit Behinderungen ausgeübt wird. Man kann zwischen Breitensport und Leistungssport unterscheiden. Behindertensport spielt außerdem für die Rehabilitation behinderter Menschen eine wichtige Rolle.

Behinderung

Dauerhafte und gravierende körperlich Beeinträchtigung

Betriebssport

Organisierte Sportaktivitäten von Betriebsangehörigen in dazu gegründeten Betriebssportvereinen oder freien Gemeinschaften, so genannten Betriebssportgruppen. Hintergrund ist die Pflege der sozialen Kontakte zur Verbesserung der Betriebsatmosphäre und die Förderung der körperlichen Bewegung um so auch Beeinträchtigungen des Arbeitsalltags auszugleichen.

Beweglichkeit

Fähigkeit, Bewegungen mit großer bzw. optimaler Schwingungsweite der Gelenke auszuführen. Die Beweglichkeit zu trainieren heißt, die elastischen Eigenschaften des Bewegungsapparats zu verbessern, die inter- und intramuskuläre Koordination der Muskulatur zu optimieren und die erforderliche Kraft zu entwickeln, die den Spielraum der Gelenke gezielt ausnutzt.

Beweglichkeitstraining

Training zur Steigerung und zur Erhaltung der Beweglichkeit. Es umfasst Dehnübung für Muskulatur und Bindegewebe, Training der intermuskuläre Koordination und Tonusregulation, Übungen zur Anregung des Gelenkstoffwechsels, spezielle Krafttrainingsübungen.

Bewegung

Gesamtheit der Aktionen der Muskulatur, siehe Motorik

Bewegungsmangel

Die körperliche Beanspruchung liegt permanent unter der Belastungsschwelle, die der Aufrechterhaltung der funktionellen Organ-Kapazität dient. Werden die Organe (z. B. Muskeln, Herz, Kreislauf) durch Bewegungsmangel nicht ausreichend gefordert, verlieren sie an Leistungsfähigkeit.

Bewegungstherapie

Körperorientiertes Therapieverfahren zur Behandlung von psychischen und psychosomatischen Störungen und Erkrankungen. Die Methode dient weniger der Entspannung, sondern mehr dem Erleben des eigenen Körpers und seiner Bewegungen.

Bindegewebe

Sammelbegriff für verschiedene Gewebetypen, die die Struktur und Form verschiedener Organe nicht nur binden, sondern auch aufrechterhalten und schützen. Knorpel und Knochen können im weitesten Sinne zwar auch dem Bindegewebe zugeordnet werden, allerdings verwendet man hier den gesonderten Begriff Stützgewebe.

Blut

Körperflüssigkeit, die aus Blutplasma (flüssige Grundsubstanz) und Blutzellen besteht. Die Blutzellen teilen sich auf in Rote und Weiße Blutzellen und Blutplättchen.

Blutdruck

Druck des strömenden Blutes auf die Wand des Gefäßes.

Blutgerinnsel

Aus geronnenem Blut bestehender Pfropf in einem Blutgefäß, welcher, je nach Größe, den Blutfluss einschränken oder sogar ganz unterbrechen kann.

Bobath-Konzept

Vom Ehepaar Bobath entwickeltes Rehabilitationsverfahren in Therapie und Pflege von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Es beruht auf der Annahme, dass bei einem Hirnschaden die gesunden Hirnregionen die Aufgaben der zuvor erkrankten erlernen und übernehmen können.

Bodybuilding

Sportart, bei der die Modellierung des Körpers durch gezielte Muskelübungen in der Regel unter Verwendung von Fitnessgeräten im Mittelpunkt steht. Ziel ist der Muskelaufbau bei geringem Körperfettanteil und die genaue Definition (Herausarbeitung) einzelner Muskeln.

Breitensport

Alternativer Begriff für Freizeitsport.

C

Cardio-Training

Siehe Ausdauertraining.

Cellulite

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine nichtentzündliche, konstitutionell bedingte umschriebene Degeneration der kollagenen und elastischen Fasern des subkutanen Bindegewebes besonders bei Frauen in der Oberschenkel- und Gesäßregion.

Chiropraktik

Alternativmedizinische Behandlungsmethode mit dem Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke − besonders an der Wirbelsäule − wiederherzustellen. Dabei werden sowohl das gestörte Gelenkspiel als auch die Verschiebung berücksichtigt.

chronisch

Langsam sich entwickelnd, langsam verlaufend.

Computertomographie (CT)

Röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren. Im Gegensatz zur Röntgentomographie ist in der Computertomographie die Nutzung eines Computers zwingend nötig, um aus den Rohdaten Schnittbilder erzeugen zu können – daher der Name. Durch rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl, aus verschiedenen Richtungen aufgenommenen Röntgenaufnahmen eines Objektes werden Schnittbilder erzeugt. Alternative Bezeichnungen sind CT-Scan oder CAT-Scan (von computer-assisted tomography oder computed axial tomography).

Core-Training

Tiefenmuskulatur-Training, das speziell auf den Kern des Körpers abzielt (Core). Der "Core-Bereich" stellt den Körperschwerpunkt dar und sorgt für Stabilität in der Bewegung. Alle Kräfte, die auf die Gliedmaßen übertragen werden, werden über den Rumpf und somit die Core Muskulatur weitergeleitet. Die zur Core-Stabilität beitragenden Muskeln sind die geraden und schräg verlaufenden Bauchmuskeln, die Rücken-, Becken- Bein- und Hüftmuskeln.

CrossFit

Fitnesstrainingsmethode, die von der gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmung vertrieben wird und Gewichtheben, Sprinten, Eigengewichtsübungen sowie Turnen miteinander verbindet. Ihr Ziel ist es, die Trainierenden in verschiedenen Fitnessdisziplinen ausgewogen zu entwickeln.

D

Depression

Psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom. Der Begriff leitet sich von lateinisch deprimere ‚niederdrücken‘ ab. Obgleich im alltäglichen Sprachgebrauch der Begriff depressiv häufig Verwendung findet, handelt es sich bei der Depression im medizinischen Sinne um eine ernste psychiatrische Erkrankung, deren Symptome sich der Beeinflussung durch reine Willenskraft entziehen.

depressiv

Siehe Depression.

Diabetes mellitus

Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, die allesamt zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) führen. Der Blutzucker liegt normalerweise nüchtern unter 100 mg/dl. Nach dem Essen steigt er auf maximal 140 mg/dl an. Werte darüber können auf eine gestörte Zuckerverwertung (gestörte Glukosetoleranz) oder einen Diabetes mellitus hindeuten. Die hohen Blutzuckerwerte bei langjährigem Diabetes mellitus führen zu Folgeerkrankungen, vorwiegend an Augen, Nieren, Nervensystem, Herz, Gehirn und Gefäßen.

Diagnose

Überzeugende Zuordung von Beschwerdebildern zu einem Krankheitsbegriff; im weitesten Sinne Bezeichnung für eine Symptomatik bzw. für einen Verdacht.

Distorsion

Verstauchung oder Distorsion (lat. Verdrehung) ist eine Verletzung eines Bandes (Ligamentum) oder einer Gelenkkapsel, bei der die Kollagenfasern dieser Strukturen stark überdehnt werden.

Distraktion

Auseinanderziehen von ineinander verschobenen oder verkeilten Knochenfragmenten bei einer Fraktur.

Dorsalflexion

Beugung der Hand, des Fußes, des Kopfes, der Halswirbelsäule in Richtung ihrer Rückseite bzw. nach rückwärts. Funktionell handelt es sich um eine Hyperextension.

Dysbalance, muskuläre

Muskuläre Dsybalancen werden durch einseitige Belastung oder Fehlbelastungen hervorgerufen. Die phasischen Muskeln werden daraufhin geschwächt und die tonischen Muskeln verkürzen sich. Dadurch kommt es zu muskulären Dysbalancen, welche sich auf die Leistungsfähigkeit des Muskelsystems auswirken.

E

Energiestoffwechsel

Teil des Stoffwechsels von Lebewesen, der der Gewinnung von Energie für Energie umsetzende Prozesse dient. Er unterscheidet sich vom Baustoffwechsel (Anabolismus), der dem Aufbau von Körperbestandteilen der Lebewesen dient.

Entspannungstechniken

Übungen, mit denen eine Entspannungsreaktion (z.B. Muskelentspannung etc.) herbeigeführt werden kann. Die Entspannungstechniken dienen dazu, Stress oder Belastungsreaktionen zu mindern. Sie werden auch begleitend vei psychotherapeutischen Maßnahmen (z.B. Behandlung von Angststörungen) eingesetzt. Bewährte Verfahren sind etwa die Progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training.

Ergometrie

Quantitative Messung der physischen Leistungen, um eine exakte und reproduzierbare Anforderung vorgeben zu können.

Erholung

Vorgang, bei dem sich ein biologischer Organismus nach einer anstrengenden Tätigkeit, aber auch nach Verletzungen oder Krankheiten durch eine Ruhephase wieder regeneriert und Kräfte sammelt.

Ermüdung

Reversible Herabsetzung der Funktionsfähigkeit infolge einer muskulären oder geistigen Tätigkeit.

Ermüdungsbruch

Durch ständige und wiederholte Belastung eines Knochens ausgelöste Fraktur.

Ernährung

Aufnahme von Nahrungsstoffen, die ein Organismus zum Aufbau seines Körpers, zur Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen und zum Hervorbringen bestimmter Leistungen in verschiedenen Lebenslagen benötigt. Ernährung ist eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung jedes Lebewesens.

Explosivkraft

Maximaler Kraftanstieg in der Kraft-Zeit-Kurve.

Extension

Streckung eines Gelenkes. Die Gegenbewegung ist die Flexion.

Extensor

Als Extensor oder Strecker bezeichnet man einen Skelettmuskel, der eine Streckung eines Gelenks vollzieht.

Extremitäten

Bezeichnung für die Gliedmaßen (Arme und Beine).

F

Fähigkeit, motorische

Motorische Fähigkeiten sind die individuellen Voraussetzungen eines Menschen und seiner Organe, um sich zu bewegen.

Faszien

Flächige, feste Bindegewebsschichten, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen und dessen strukturelle Integrität aufrechterhalten. Die einzelnen Körperteile werden dadurch erst zu einem Ganzen zusammengehalten. Außerdem wirken die Faszien als elastischer Stoßdämpfer bei Bewegungen, haben eine entscheidende Funktion bei der Abwehr von Krankheitserregern und bilden nach einer Verletzung die Grundlage für den Heilungsprozess des Gewebes.

Faszientraining

Spezielles Training zur Glättung, Entspannung und Regeneration der Faszien.

Fertigkeit, motorische

Bestimmte, einmal erlernte Bewegungsabläufe, die automatisiert sind, also ohne bewusste Aufmerksamkeit ausgeführt werden können. Dazu gehören Gehen, Springen, Laufen.

Fettstoffwechsel

Zerlegung von Nahrungsfetten im Verdauungstrakt, also die Fettverdauung und der Transport ins Blut, zum anderen die Verstoffwechselung im Körper für die Energiegewinnung und der Ab- und Umbau zu Synthesevorstufen von Vitaminen, Steroidhormonen und Gallensäuren.

Fitness

Unter Fitness versteht man im Allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden. Fitness drückt die Lebenstauglichkeit eines Menschen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und Belastungen standzuhalten. Menschen, die sich aktiv mit dem Thema Fitness auseinandersetzen, sind gesünder und leben, statistisch gesehen, länger.

Fitnesstraining

Als Fitnesstraining werden meist freizeitsportliche Aktivitäten bezeichnet, die dazu dienen, die Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit (Fitness) zu erhalten oder zu verbessern. Das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt und Fettleibigkeit kann durch ein gezieltes Fitnesstraining verringert werden. Konzentrations- und Lernfähigkeit werden gesteigert.

Flexion

Beugung eines Gelenkes. Die Gegenbewegung ist die Extension.

Flexor

Als Flexor bezeichnet man einen Skelettmuskel, der die Beugung eines Gelenks vollzieht.

Fraktur

Durch äußere Gewalteinwirkung oder kontinuierliche Überbelastung verursachte Beschädigung des Knochens, die ein teilweises oder vollständiges Brechen desselbigen zur Folge hat.

Freizeitsport (Breitensport)

Sportliche Aktivitäten, die hauptsächlich der körperlichen Fitness, dem Ausgleich von Bewegungsmangel sowie dem Spaß am Sport dienen. Damit grenzt sich der Breitensport vom wettkampforientierten und trainingsintensiven Leistungssport ab. Breitensport wird häufig in der Freizeit betrieben, umfasst aber auch Schulsport und Betriebssport.

Friction Training

Trainingskonzept, das auf dem Zusammenspiel der physikalischen Komponenten Reibungswiderstand und Gewichtskraft basiert. Das Ganzkörpertraining ermöglicht vielfältige Zielsetzungen in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Koordination und Stabilität.

Functional Training

Beim Funktionellen Training werden Bewegungen und nicht einzelne Muskeln trainiert. Alle beteiligten Muskeln und das Bindegewebe müssen zusammen arbeiten, um die Bewegungen in Bezug auf Mechanik, Koordination und Energiebereitstellung für den Alltag und sportspezifische Belastungen zu trainieren.

Funktionelle Gymnastik

Übungen, die dabei helfen, die natürlichen Körperfunktionen zu erhalten. Stärkung der Konstitution, Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit. Beugt Fehlhaltungen vor.

Funktionelles Training

Siehe Functional Training.

G

Gehen

Olympische, leichtathletische Disziplin, bei der, im Gegensatz zum Laufen, kein für das menschliche Auge sichtbarer Verlust des Bodenkontakts vorkommen darf. Weiterhin muss das ausschreitende (vordere) Bein beim Aufsetzen auf den Boden bis zur aufrechten (senkrechten) Stellung gestreckt – d. h. am Knie nicht gebeugt – sein.

Gelenk

Bewegliche Verbindung von zwei oder mehreren Knochen

Gelenkstabilisation

Gezieltes Training gelenknaher Muskelpartien zur Stärkung des jeweiligen Gelenks.

Gelenkverletzungen

Jede Form der Verletzung eines Gelenks durch von außen oder innen einwirkende Gewalt

Gesundheit

Mehrdimensionaler Begriff, der über den "Zustand der Abwesenheit von Krankheit" hinausreicht.

Gesundheitssport

Sportliche Aktivitäten, die die Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Gesundheit zum Ziel haben. Er ist ein wichtiges Instrument der Prävention, Therapie und Rehabilitation.

Gesundheitstraining

Individuelle, lebensbegleitende und möglichst lebenslange physische Maßnahme zur positiven Gestaltung von Gesundheit.

Gicht

Die Gicht ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die in Schüben verläuft und bei unzureichender Behandlung durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in verschiedenen peripheren Gelenken und Geweben zu einer gelenknahen Knochenresorption und Knorpelveränderungen sowie durch langfristige Schädigung des Ausscheidungsorgans Niere letztlich zur Niereninsuffizienz führt. Die Schädigung der Nieren geschieht schmerzlos, ist aber das größere Problem als die schmerzhaften Gichtattacken an den Gelenken.

Gleichgewicht

Fähigkeit des Körpers, in jeder Position oder Aktion eine ruhige aufrechte Haltung und zielgerichtete Bewegungen zu ermöglichen.

Gleichgewichtstraining

Trainingsform mit speziellen Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts

Gruppenfitness

Trainingsmöglichkeit, die durch das gemeinsame Training mit anderen Sporttreibenden die Motivation steigern und den Teamgeist fördern kann. Dazu eignen sich beispielsweise Sportarten wie Aerobic, Pilates, Yoga, aber auch Krafttraining unter Anleitung eines Instruktors.

Gymnastik

Überbegriff für ein Trainingsprogramm mit verschiedenen sportlichen Übungen. Bei der Gymnastik steht die Stärkung des ganzen Körper im Vordergrund. Gymnastik ist mit und ohne Hilfsgeräte möglich.

H

Haltung

Durch das Zusammenwirken von Muskeln, Bändern und Knochen bedingte Stellung des menschlichen Körpers.

Haltungs- und Bewegungsapparat

Komplexes Organsystem des menschlichen Körpers, welches der Sicherung der Körpergestalt, der Körperhaltung und der Bewegung bzw. Fortbewegung (Mobilität) des Körpers dient.

Haltungsschaden

Haltungsfehlformen, die in einen strukturell fixierten Skelettzustand übergegangen sind (Knöcherne Veränderungen).

Haltungsschwäche

Funktionelle Beeinträchtigungen, die durch gezielte körperliche Übungen gemindert oder ausgeglichen werden können.

Heilung

Vollständige oder auch nur teilweise Wiederherstellung der Gesundheit (bzw. des Ausgangszustands) nach einer Erkrankung.

Heimtraining

Unter Heimtraining versteht man ganz allgemein Sport zu Hause, in den eigenen vier Wänden auszuüben. Dafür eignen sich Sportarten wie Gymnastik, Yoga und Krafttraining. Mit Hilfe von geeigneten Geräten kann man zu Hause auch Ausdauertraining durchführen.

Herzfrequenz

Anzahl der Herzschläge pro Minute. Sie wird angegeben in min-1 oder als bpm (beats per minute).

Herzinfarkt

Absterben von Teilen des Herzmuskels, ausgelöst durch unzureichenden Blutzufluss und daraus resultierende Sauerstoffunterversorgung. Die Durchblutungsstörung geht zumeist mit einem Blutgerinnsel einher.

Herzkreislaufsystem

Das Herzkreislaufsystem besteht aus dem Herzen und dem Gefäßsystem.

Hexenschuss

Siehe Lumbago.

Hometraining

Hometraining ist das englische Wort für Heimtraining. Unter Heimtraining versteht man ganz allgemein, Sport zu Hause in den eigenen vier Wänden auszuüben. Dafür eignen sich Sportarten wie Gymnastik, Yoga und Krafttraining. Mit Hilfe von geeigneten Geräten kann man zu Hause auch Ausdauertraining durchführen.

Homöopathie

Medikamentöses Therapieprinzip, das Krankheitserscheinungen nicht durch exogene Zufuhr direkt gegen das Symptomenbild gerichteter Arzneimittel behandelt, sondern bei dem Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosis beim Gesunden den Krankheitserscheinungen ähnliche Symptome verursachen.

Hüftdysplasie

Fehlentwicklung der Hüftgelenkspfanne (Pfannendysplasie).

Hüfte

Körperregion zwischen dem oberen Teil des Oberschenkelknochens und dem oberen Rand des Beckens einschließlich der Hüftgelenke.

Hyperextension

Starke Streckung eines Gelenks (vgl. Extension).

Hypertonie, arterielle

Oft verkürzt auch Hypertonie, Hypertonus oder Hypertension oder im täglichen Sprachgebrauch Bluthochdruck genannt, ist ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist.

Hypertrophie (Muskelhypertrophie)

Verdickung vorhandener Muskelfasern durch Muskelwachstum (z.B. nach Krafttraining)

I

Immunsystem

Körpereigenes Abwehrsystem, das gegen körperfremde Substanzen wie Viren oder Bakterien Antikörper (Abwehrstoffe im Blut) bildet. Die Antikörper fangen die körperfremden Substanzen ab und machen sie unschädlich.

Infarkt

Absterben einzelner oder mehrerer Zellen, ausgelöst durch unzureichenden Blutzufluss und daraus resultierende Sauerstoffunterversorgung. Wird umgangssprachlich auch mit dem Herzinfarkt gleichgesetzt.

Ischiassyndrom

Akut oder subakut auftretende radikuläre Reizsymptomatik mit dermatomorientierter Schmerzausstrahlung im Bein, Abschwächung der Muskeleigenreflexe und Störung der Willkürmotorik.

J

Jogging

Dauerlauf mit gemäßigter Geschwindigkeit zur Verbesserung der Ausdauer.

K

Kalorie

Veraltete Maßeinheit der Wärmeenergie, die jedoch bei Nährwertangaben nach wie vor gebräuchlich ist. Hier beschreibt sie den Brennwert von Lebensmitteln. Der Tagesbedarf des Menschen liegt durchschnittlich bei 2.000 - 3.000 Kilokalorien (Umgangssprachlich werden Kilokalorien oft nur als "Kalorien" bezeichnet).

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom bezeichnet ein Kompressionssyndrom des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel.

Typisches Erstsymptom sind auftretende Schmerzen oder Missempfindungen, die von der Hand in den gesamten Arm einstrahlen können und anfangs oftmals nachts auftreten. Später treten die Beschwerden auch zunehmend tagsüber auf, im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem Muskelschwund im Bereich des Daumenballens, Schwäche beim Greifen und zu einer Minderung des Tastgefühls kommen. Leichte Formen des Karpaltunnelsyndroms können konservativ behandelt werden, in schwereren Fällen ist oft eine chirurgische Therapie notwendig.

Kegelübung

Nach seinem Erfinder Arnold H. Kegel geprägter Begriff für Beckenbodentraining.

Kettlebell-Training

Spezielles Training mit gusseisernen Kugelhanteln. Im Gegensatz zum herkömmlichen Hanteltraining, verbindet Kettlebell-Training Kraft- und Koordinationstraining gleichzeitig.

Kinesiologie

Alternativmedizinisches Verfahren, welches auf der Annahme beruht, das sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren.

Klavikularfraktur

Zweithäufigster Knochenbruch bei Erwachsenen. Entsteht bei einem Sturz auf die Schulter oder anderweitige Gewalteinwirkung auf das Schlüsselbein. Ein gebrochenes Schlüsselbein muss oftmals mit Platten, Drähten oder Schrauben fixiert werden, um einen korrekten Heilungsverlauf zu gewährleisten. Die Bewegungsfreiheit des Patienten wird dadurch stark eingeschränkt, wodurch er auch bei Alltagssituationen in der Regel auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Kneipp-Therapie

Nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp benanntes Behandlungsverfahren, das Wasseranwendungen, Pflanzenwirkstoffe, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen beinhaltet. Diese können sowohl vorbeugend (präventiv) als auch zur Behandlung bestehender Erkrankungen (kurativ) eingesetzt werden. Eine Wirksamkeit ist nicht belegt, als Kur gegen einige wenige Symptome, wie zum Beispiel Krampfadern, gibt es jedoch Hinweise auf eine Linderung der Beschwerden.

Kniegelenk

Größtes Gelenk des Menschen. Es besteht aus zwei Einzelgelenken, dem Kniescheibengelenk (Articulatio femoropatellaris), welches sich zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe befindet, und dem Kniekehlgelenk (Articulatio femorotibialis), das zwischen Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf (Caput tibiae) liegt.

Kniegelenkbandraptur

Meist durch indirekte Gewalteinwirkung verursachte Bandruptur eines oder mehrerer Kniegelenkbänder, besonders an ihren Ansätzen, eventuell mit knöchernem Abriss.

Knochen

Hartes, im Körperinneren verlaufendes Gewebe, das den Körper stützt und die inneren Organe schützt.

Knochenbruch

Siehe Fraktur.

Kondition

Fähigkeit des Menschen, eine bestimmte Aufgabe in der höchsten erreichbaren Belastungsstufe zu erfüllen. Sie ist von dem Leistungsvermögen und der Leistungsbereitschaft abhängig, wird durch Lernen erworben und im Training verbessert. Eine erhöhte Leistungsfähigkeit resultiert aus Anpassungen des Organismus.

Kontusion

Schädigung von Organen oder Körperteilen durch direkte, stumpfe Gewalteinwirkung von außen, die nicht mit sichtbaren Verletzungen der Haut einhergehen müssen. Es kommt zu einem umschriebenen Ödem des Gewebes und Blutaustritt aus beschädigten Kapillaren in das umliegende Gewebe, was als Bluterguss sichtbar werden kann.

Koordination

Fähigkeit, Bewegungen, die ein schnelles und zielgerichtetes Handeln erfordern, harmonisch und präzise durchzuführen.

Koordinationstraining

Spezielle Trainingsform zur Verbesserung der Koordination.

Körpergewicht

Biometrisches Merkmal, das die physikalische Masse eines Menschens bezeichnet. Es wird üblicherweise in kg angegeben.

Kraft

Motorische Eigenschaft des Menschen, die durch die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln entsteht.

Kraftausdauer

Fähigkeit, muskuläre Leistungen über einen bestimmten Zeitraum konstant zu halten, man spricht auch von der Ermüdungswiderstandsfähigkeit des Muskels.

Kraftausdauertraining

Ein Training der Kraftausdauer soll die Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei lange andauernden Kraftleistungen verbessern, die Muskeln sollen länger hohe Kraftleistungen erbringen können.

Krafttraining

Trainingsform zur Verbesserung der Maximalkraft, der Kraftausdauer und der Schnellkraft.

Krankengymnastik

Veralteter Begriff für Physiotherapie.

Krankheit

Störung der Funktion eines Organs, der Psyche oder des gesamten Organismus.

Kreuzbänder

Bänder im Kniegelenk, die sich in dessen Zentrum kreuzen, wodurch sie ihren Namen haben. Ihre Aufgabe ist, zusammen mit den anderen Strukturen des Knie-Bandapparates, die Stabilisierung des Gelenks bei jeder Bewegung.

Kurssport

Sportliche Aktivitäten, die in Kursform organisiert sind

Kyphose

Übermäßige Krümmung der Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbelsäule nach außen (Buckel).

L

Laterale Bewegung

Laterale Bewegungen führen seitlich vom Körper weg.

Lebensstil

Der Ausdruck Lebensstil, auch Lebensart, bezeichnet umgangssprachlich die Art und Weise der Lebensführung.

Leistung

Im Sport gelten als Leistung u.a. größere Geschwindigkeiten, größere Höhen und Weiten in den Sprung- und Wurfdisziplinen, aber auch höhere Punktzahlen bei technischen Sportarten, in den Ausdauersportarten wird der Begriff auch in seinem physikalischen Sinn benutzt.

Leistungssport

Intensives Ausüben eines Sports mit dem Ziel, im Wettkampf eine hohe Leistung zu erreichen. Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand (in der Regel tägliches Training) sowie die Fokussierung auf den sportlichen Erfolg.

Lernen, motorisches

Aufbau, Erhalt und Veränderung von primär motorischen, aber auch sensorischen und kognitiven Strukturen. Ziel ist die Verbesserung aller Bewegungskoordination in Sportmotorik, Alltags- und Arbeitsmotorik.

Ligamente

Bindegewebsstränge, die die beweglichen Teile des Knochenskeletts verbinden.

Lineare Bewegung

Lineare Bewegung führen gerade nach vorne.

Lordose

Medizinischer Fachbegriff für eine nach vorne (ventral) konvexe Krümmung der Wirbelsäule, umgangssprachlich Hohlkreuz genannt.

Lumbago

Plötzlich auftretender, intensiver Schmerz im Lendenwirbelbereich mit nachfolgenden Bewegungseinschränkungen.

Luxation

Eine über die einfache Verdrehung hinausgehende permanente Verschiebung zweier durch ein Gelenk verbundener Knochen zueinander, umgangssprachlich als das Auskugeln eines Gelenkes oder Verrenkung bezeichnet.

Lymphgefäß

Mit einem Blutgefäß vergleichbares Gefäß zum Abtransport der sich im Gewebe befindenden Flüssigkeit (Lymphe).

M

Manuelle Lymphdrainage

Form der Streichmassage zur Beseitigung von Lymphstauungen. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung verschrieben.

Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie dient in der Medizin zur Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparats (Gelenke, Muskeln und Nerven). Sie beinhaltet Untersuchung und Behandlungstechniken. In alternativmedizinischen Behandlungsformen darüber hinaus auch die Behandlung von vielfältigen Beschwerden anderer Körperregionen und von generalisierten Befindungsstörungen.

Massage

Manuelle Technik zur Beeinflussung von Haut, Unterhautfettgewebe, Muskeln, Knochenhaut, Sehnen und Bändern durch Drücken, Pressen oder Streichen, nimmt Einfluss auf den Stoffwechsel, die Muskulatur sowie die Psyche.

Mausarm

Schmerzhafte Störung in Unterarmen und Händen, auch bekannt als RSI-Syndrom (Repetive Strain Injury Syndrom). Komplexes Krankheitsbild mit Schmerzen des Armes und der Hand, das auf Grund einer chronischen und wiederholten Überbelastung des Bewegungsapparats von Hand, Arm, Schulter und Nackenbereich entsteht.

Maximalkraft

Größtmögliche Kraft, die die Muskulatur willkürlich gegen einen Widerstand ausüben kann. Es wird zwischen statischer und dynamischer Maximalkraft differenziert.

Maximalkrafttraining

Das Maximalkrafttraining dient dem Muskelaufbau und der Kraftsteigerung. Es wird in submaximales Training und maximales Training unterteilt.

Medical Fitness

Gesundheitswissenschaftlich begleitetes Training zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität und des subjektiven Gesundheitsempfindens durch eigenverantwortliche Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Motivation zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil

Medizin

Lehre von der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen bei Menschen und Tieren.

Meridiane

Meridiane sind in der TCM Kanäle innerhalb des menschlichen Körpers, durch die die Lebensenergie, das sogenannte "Qi" fließt.

Metabolismus

Siehe Stoffwechsel.

Migräne

Anfallartige, oft pulsierende Kopfschmerzen, die wiederholt und meist einseitig auftreten, in den frühen Morgenstunden beginnen und Stunden bis Tage andauern können. Die Migräne wird oft von vegetativen Symptomen (Übelkeit, Erbrechen), Licht- und Lärmscheu, visuellen Symptomen oder neurologischen Ausfällen begleitet.

Mobilisation

Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit der Gelenke und Muskeln durch physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlung oder auch durch Operationen.

Motivation

Gesamtheit von Motiven, die einen Menschen zu einer Handlung bewegen. Motivation ist somit der Zustand des Motiviertseins.

Motorik

Die gesamten, vom Gehirn gesteuerten Bewegungsabläufe und die damit verbundenen Eigenschaften wie die konditionellen, sowie die koordinativen Fähigkeiten. Zu den wichtigsten Eigenschaften zählen Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination.

Motorisches Lernen

Aufbau, Erhalt und Veränderung von primär motorischen, aber auch sensorischen und kognitiven Strukturen. Ziel ist die Verbesserung aller Bewegungskoordination in Sportmotorik, Alltags- und Arbeitsmotorik.

Muskel

Teil der körperlichen Muskulatur mit der Fähigkeit, sich zu kontrahieren und sich zu dehnen. Damit lassen sich Bewegungen am Körper (innerlich und äußerlich) durchführen. Die Muskelbewegung ist die Basis für die Fortbewegung und die Gestaltveränderung bei Mensch und Tier.

Muskeldehnung

Übungsform im Rahmen eines sportlichen Trainings, bei der Muskeln unter Zugspannung gesetzt werden, um eine verbesserte Beweglichkeit und Gelenkigkeit zu erreichen sowie die damit verbundenen sporttechnischen wie auch konditionellen Optimierungen. Zusätzlich ist eine Verminderung des Verletzungsrisikos möglich (Stretching).

Muskelfaser

Grundlegende Baustein der Muskulatur. Sie können sich über einige Zentimeter Länge erstrecken, sind zu Bündeln zusammengefasst und durch Sehnen mit den Knochen verbunden.

Muskelfaserriss

Bei akuter oder chronischer Überforderung eines Muskels entstandene Muskelverletzung mit Fasereinrissen. Unzureichende Aufwärmung vor Belastung oder auch Weiterbelastung bei Übermüdung begünstigen das Auftreten der Verletzung.

Muskelkater

Muskelschmerzen, die nach zu intensiven oder ungewohnten Belastungen der Muskeln entstehen. Meist tritt er ein bis zwei Tage nach der Belastung auf und kann bis zu vier Tage anhalten.

Muskelkontraktion

Aktive Verkürzung eines Muskels durch Zusammenziehen.

Muskelkrampf

Schmerzhafte Zusammenziehung der Muskulatur während oder direkt nach einer größeren Belastung, als Folge einer akuten Überanstrengung oder eines Wasser- und Kochsalzverlustes.

Muskelverletzungen

Unterschiedlich starke, durch Überlastung oder Trauma entstandene Schädigungen der Muskulatur. Es handelt sich meist um Dehnungsverletzungen, die vom harmlosen Muskelkater über die Muskelzerrung bis hin zum Muskelfaserriss, Muskelriss und Muskelprellungen reichen.

Muskulatur

Gesamtheit aller Muskeln eines Organismus oder einer einzelnen Körperregion.

N

Nervensystem

Gesamtheit aller Nerven- und Gliazellen in einem Organismus.

Nordic Walking

Variante des Walking, bei der das schnelle Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird.

O

Ödem

Schmerzlose, nicht gerötete Schwellungen infolge Ansammlung wässriger Flüssigkeit in den Gewebespalten, z. B. der Haut und Schleimhäute.

Orthoppädie

Die Orthopädie beschäftigt sich mit der Erkrankung von Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern, Schleimbeuteln, Gefäßen und Nerven.

Osteopathie

Krankheits- und Behandlungskonzept im Bereich der Alternativmedizin. In Europa werden darunter unterschiedliche befunderhebende und therapeutische Verfahren verstanden, die manuell, also mit den bloßen Händen des Behandlers ausgeführt werden.

Osteoporose

Krankheit, die mit dem Abbau von Knochensubstanz (Knochenentkalkung) einhergeht, dadurch höhere Neigung zu Knochenbrüchen. Vorbeugend wirken unter anderem eine ausreichende Calciumzufuhr während der Kindheit und Jugend sowie regelmäßige Bewegung.

P

Personal Training

Individuelles, auf eine Person abgestimmtes Fitness- und Gesundheitstraining.

Physiologie

Wissenschaft und Lehre von den normalen Lebensvorgängen, insbesondere von den physikalischen Funktionen des Organismus.

Physiotherapeut

1994 eingeführte Berufsbezeichnung für den inzwischen veralteten Ausdruck "Krankengymnast". Die Berufsausübung beinhaltet die Anwendung geeigneter Verfahren der Physiotherapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und im Kurwesen.

Physiotherapie

Therapieform mit dem Ziel, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu erhalten oder wiederherzustellen.

Pilates

Ganzkörpertraining, bei dem vor allem auf die Stärkung tief liegender Muskelgruppen geachtet wird, die für eine richtige und gesunde Körperhaltung verantwortlich sind. Die Methode ist nach ihrem Erfinder Joseph Pilates benannt.

Plyometrisches Training

Schnellkrafttraining, welches auf dem Dehnungsreflex der Muskeln und Sehnen sowie der Kontrolle über diesen beruht. Beim plyometrischen Training wird der Dehnungs-Verkürzungszyklus trainiert, d.h. durch das Körpergewicht (z.B. beim Tiefsprung) wird eine Vorspannung der Muskulatur erzeugt. Das Auflösen der Vorspannung geschieht wesentlich schneller als eine konzentrische Kontraktion allein. Durch die Kopplung der Auflösung der Vorspannung und der direkt folgenden konzentrischen Kontraktion wird auch diese beschleunigt.

Powerhouse

Bezeichnung nach Joseph Pilates für die Körpermitte. Das Powerhouse besteht aus den vier Muskelgruppen Zwerchfell, Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur. Die Aktivierung des Powerhouse (sprich: die Anspannung jener Muskelgruppen) ist Voraussetzung für jede Pilates-Übung.

Prävention

Konzepte, Inhalte und praktische Maßnahmen zur Erhaltung von Gesundheit bzw. zur Verhinderung von Krankheiten.

Präventionssport

Sportliche Aktivitäten mit dem Ziel, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten zu verhindern.

Prellung

Siehe Kontusion.

Pronation

Einwärtsdrehung. Drehung des Handtellers (bei herabhängendem Arm) nach hinten, wobei der Daumen einwärts gedreht wird, an den Füßen Senkung des inneren Fußrandes (Plattfußstellung).

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

Physiotherapeutische/ergotherapeutische und logopädische Behandlungsmethode, welche bei Patienten aller medizinischen Fachbereiche Anwendung findet, bei denen das Bewegungsverhalten durch eine Erkrankung, Verletzung, Operation oder Degeneration gestört ist. Die PNF hat das Ziel, pathologisch veränderte Bewegungsabläufe wieder zu physiologischen (gesunden) Bewegungsabläufen zurückzuführen.

Proprizeption

Eigenwahrnehmung von Muskeln, Sehnen und Gelenken. Sie informiert das Gehirn über den aktuellen Status der Gelenkstellung und der Muskelspannung und über die Bewegungsrichtung und Lage des Körpers im Raum.

Q

Quetschung

Bei einer Quetschung wird Körpergewege derart zusammengepresst, dass es zu einer Kontusion kommt.

R

Rehabilitation

Zeitraum zwischen dem tatsächlichen Kranksein und der Wiedererlangung der bestmöglichen Leistungsfähigkeit. Sie umfasst das Ausgleichen von Krankheitsfolgen/Verletzungen mit dem Ziel, den Betroffenen sowohl gesundheitlich als auch sozial, wirtschaftlich und beruflich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Rehabilitationssport

Bewegungstherapeutische Maßnahme, die in ambulanten und klinischen Einrichtungen mit dem Ziel durchgeführt wird, Betroffene wieder in das Arbeitsleben und die Gesellschaft einzugliedern.

Rehabilitationstraining

Therapeutisch betreutes Training, das durch bewegungsorientierte Maßnahmen schnellstmöglich die Folgen von Verletzungen und Krankheiten ausgleichen soll.

Rheuma

Schmerzhafte Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, die oft mit funktionellen Einschränkungen einhergehen.

Rheuma

Einen oder mehrere Faktoren, die in einem gesicherten direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem  Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen stehen wie etwa Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht.

Risikofaktoren

Einen oder mehrere Faktoren, die in einem gesicherten direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem  Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen stehen wie etwa Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht.

Ropetraining

Funktionelle Trainingsform, bei der dicke Seile in Schwingung versetzt werden. Dient insbesondere der Kräftigung der Arme, Schultern, Brust und des Rumpfes sowie der tiefliegenden Muskulatur.

Rücken

Hintere Seite des Rumpfes des Menschen, die sich vom unteren Rand des Nackens bis zur Gegend der Lende bzw. zur Spitze des Steißbeins erstreckt. Weit verbreitete Deformationen des Rückens sind Verbiegungen und Schieflagen, die oft mit Verspannungen von Schultern oder Nacken einhergehen. Oft sind sie eine Folge einseitiger Körperhaltung, insbesondere bei langem Sitzen oder Bildschirmarbeit, oder auch bei ungünstigen Schlafpositionen.

Rückenschmerzen

Schmerzen im Rücken mit unterschiedlicher Intensität. Man unterscheidet zwischen akuten Rückenschmerzen (weniger als 6 Wochen), subakuten Rückenschmerzen (6 bis 12 Wochen) und chronischen Rückenschmerzen (mehr als 12 Wochen). Die Ursachen können hierbei ganz unterschiedlich sein.

Rückenschule

Früher Einrichtungen zur Behandlung von Rückenschmerzen, heute wird darunter in der Regel ein Trainingsprogramm zur Stärkung der Stützmuskulatur verstanden, das Rückenproblemen vorbeugen oder diese behandeln soll.

Ruptur

Medizinische Bezeichnung für die Zerreißung oder den Riss eines inneren Organs, eines Muskels, eines Gefäßes, eines Bandes oder einer Sehne.

S

Salutogenese

Von Aaron Antonovsky geprägte Bezeichnung für den individuellen Entwicklungsprozess von Gesundheit, der sich als zeitbezogenes Ereignis personaler Lern- und Reifungsprozesse, genetischer Ausstattung, physiologischen Verhaltens und soziobiologischen Umweltfaktoren darstellt.

Schlingentraining (Slingtraining)

Ganzkörper-Trainingsmethode mit Hilfe eines Seil- und Schlingensystems (Schlingentrainer, Slingtrainer). Der Trainingswiderstand entsteht durch das eigene Körpergewicht. Dient hauptsächlich zum Trainieren der Kraftausdauer und der tiefliegenden Muskulatur.

Schlüsselbeinbruch

Siehe Klavikularfraktur.

Schmerz

Komplexe subjektive Sinneswahrnehmung, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals aufweist und in der Intensität von unangenehm bis unerträglich reichen kann. Diese eigentliche Funktion ist beim chronischen Schmerz nicht mehr vorhanden, weshalb dieser heute als eigenständiges Krankheitsbild angesehen wird.

Schmerzlinderung

Physiotherapeutische, sportliche oder medikamentöse Maßnahme zur Linderung oder gänzlicher Beseitigung von physischem Schmerz.

Schnellkraft

Fähigkeit des neuromuskulären Systems einen möglichst großen Kraftstoß in einer bestimmten Zeit zu produzieren.

Schollenmuskel

Skelettmuskel des Unterschenkels. Der Schollenmuskel zieht den Fuß nach unten, dadurch stellt sich der Mensch beim Gehen, Laufen oder Springen auf die Zehen.

Schwimmen

Methode zur Verminderung körperlicher und seelischer Anspannung, sowie zum Abbau von Stress.

Sehnen

Bindegewebsstränge, die die Muskeln mit den Knochen verbinden.

Sehnenruptur

Offene traumatische oder geschlossene, durch Überanspruchung und degenerative Vorschädigung verursachte Zerreißung einer Sehne.

Sehnenscheide

Hülle, die die Sehne umgibt. Sehnenscheiden haben eine Schutzfunktion und reduzieren die Reibung zwischen Sehne und Gelenk.

Sehnenscheidenentzündung

Insbesondere im Handgelenksbereich auftretende Entzündung der Sehnenscheide, die sowohl durch Überbelastung als auch durch Infektionen hervorrgerufen werden kann.

Sensomotorik

Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen. Damit ist die unmittelbare Steuerung und Kontrolle der Bewegungen von Lebewesen aufgrund von Sinnesrückmeldungen gemeint.

Sixpack

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine stark ausgeprägte Bauchmuskulatur, die nur von wenig Fettgewebe verdeckt wird.

Skelett

Beim Menschen aus Knochen bestehende Stützstruktur des Körpers.

Skelettmuskel

Muskel, der vor allem für die willkürlichen, aktiven Körperbewegungen zuständig ist, zum Beispiel die Bewegung von Armen und Beinen.

Skoliose

Fehlstellung der Wirbelsäule, bei der diese seitlich verbogen ist. Da die Skoliose meistens während ausgeprägter Wachstumsphasen der Wirbelsäule auftritt, betrachtet man sie als eine Wachstumsdeformität.

Sport

Verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen, die meist mit körperlichen Aktivitäten des Menschen einhergehen

Sportmedizin

Teilgebiet der Medizin, das sich mit Bewegung, Training und Sport sowie mit der Verhütung und Behandlung von Sportschäden und Sportverletzungen auseinandersetzt.

S. untersucht den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe. Im Gegensatz zu den meisten medizinischen Fachgebieten ist Sportmedizin nicht Diagnose- oder organbezogen, sondern untersucht die Bedeutung der körperlichen Aktivität für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Sportschaden

Verschleiß von Geweben und Gelenken durch sportbedingte Überbelastungen

Sporttherapie

Einbeziehung von sportlichen Maßnahmen bei der Behandlung von Krankheiten.

Sporttraumatologie

Mit der Unfallchirurgie und der Orthopädie verwandtes medizinisches Fachgebiet, das an Unfallkrankenhäusern und von speziellen Sportärzten ausgeübt wird.

Sportverletzungen

Verletzungen, die sich Sportler bei der Ausübung ihres Sports zuziehen. Typische Sportverletzungen sind Muskelzerrungen, Gelenkverrenkungen sowie Bänder- und Sehnenverletzungen.

Sprinttraining

Spezielles Training zur Verbesserung der Schnelligkeit.

Sprungtraining

Spezielles Training zur Verbesserung der Sprungkraft. Siehe auch Plyometrisches Training.

Stabilisationstraining

Trainingsform mit dem Ziel des Aufbaus der lokalen Stabilisatoren.

Stoffwechsel

Gesamtheit von komplexen und fortwährend ablaufenden Vorgängen zur Umwandlung von Stoffen und Energie durch die Zelle oder den Organismus.

Stress

Durch äußere Reize hervorgerufene psychische und physische Reaktion zur Bewältigung besonderer Anforderungen.

Stretching

Übungsform im Rahmen des sportlichen Trainings, bei der Muskeln unter Zugspannung gesetzt werden, um eine verbesserte Beweglichkeit und Gelenkigkeit zu erreichen inklusive der damit verbundenen sporttechnischen wie auch konditionellen Optimierung.

Sturzprophylaxe

Alle Maßnahmen, die entweder das Sturzrisiko reduzieren oder die Folgen eines Sturzes mildern.

Superkompensation

Das Prinzip der Superkompensation besagt, dass der Körper nach einer Trainingsbelastung nicht nur die Bereitschaft zur Erbringung des gleichen Leistungsniveaus wiederherstellt, sondern im Verlaufe der Erholung (Regeneration) die Leistungsfähigkeit über das ursprüngliche Niveau hinaus steigert und über einen bestimmten Zeitraum auf diesem Niveau hält.

Supination

Auswärtsdrehung; z. B. der Hand und des Vorderarms bzw. Hebungs des inneren Fußrands.

Syndesmose

Bandhafte Verbindung zweier Knochen durch kollagenes oder elastisches Bindegewebe.

T

Taping

Anlegen eines Pflasterverbandes (fest haftende, unelastische Pflasterstreifen unterschiedlicher Breiten) zur Unterstützung gelenkstabilisierender Strukturen (Bänder, Muskeln, Sehnen).

Tennisarm

Relativ häufige Erkrankung, die sich durch die Überlastung einer bestimmten Sehne entwickelt. Sie kann sowohl Nicht-Sportler als auch Sportler treffen.

Therapie

Sammelbezeichnung für alle Maßnahmen der Behandlung von Kranken. Hierzu gehören insbesondere alle ärztlich indizierten, verordneten, dosierten und kontrollierten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit.

Tiefenmuskuläres Training

Spezielles Training zur Kräftigung der Tiefenmuskulatur.

Tiefenmuskulatur

Begriff für (nicht sichtbare) Muskulatur zwischen Becken und Zwerchfell (Rücken-, Bauch-, Hüft- u. Beckenbodenmuskulatur. Diese Muskelschichten sind um die Wirbelsäule herum angesiedelt und stabilisieren den gesamten Körper.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

In philosophische Weltbilder eingebettetes, über Jahrtausende entwickeltes chinesisches Medizinsystem, das auf einem Gesundheits- und Krankheitsverständnis beruht, in dem Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt eine zentrale Rolle spielen.

Trainer

Eine Person, die einen Sportler oder ein Team strategisch, technisch und sportlich anleitet.

Training

Komplexer Handlungsprozess mit dem Ziel der Einwirkung und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Trainingsbeanspruchung

Unmittelbare Auswirkung einer Trainingsbelastung auf den Sportler.

Trainingsbelastung

Gesamtheit der auf den Sportler in der Trainingseinheit einwirkenden Belastungen, vor allem die gesamten Trainingsformen

Trainingsdauer

Zeitabschnitt, der für die Entwicklung des sportlichen Leistungszustandes aufgewandt wird.

Trainingsdichte

Quotient aus Belastungsdauer, also der Dauer der körperlichen Aktivität und der Trainingsdauer

Trainingseinheit

Kleinstes, in sich abgeschlossene Element des Trainings.

Trainingshäufigkeit

Anzahl der Trainingseinheiten in einem bestimmten Trainingsabschnitt.

Trainingsinhalt

Tätigkeiten im Training, mit deren Hilfe die Trainingsziele erreicht werden sollen.

Trainingsintensität

Trainingsumfang pro Zeit oder Trainingsumfang pro Anzahl der durchgeführten Versuche

Trainingskontrolle

Möglichst exakte Erfassung und Bewertung des durchgeführten Trainings und dessen Wirkungen auf den Trainingszustand und die Trainingsleistungen.

Trainingslehre

Lehre der Vermittlung von Kenntnissen zur Durchführung eines sportlichen Trainings mit der Zielsetzung der Leistungssteigerung und/oder Erhaltung oder Verbesserung der Gesundheit.

Trainingsmethode

Planmäßiges Verfahren zur Gestaltung des Trainings.

Trainingsmittel

Verwendete Geräte und Hilfsmittel zur Durchführung des Trainings, aber auch alle eingesetzten Tätigkeiten und Maßnahmen.

Trainingsperiodisierung

Phasenförmige Veränderung von Teilzielen, Inhalten, Methoden und Organisation des Trainings.

Trainingsplanung

Planmäßigen Vorgehen, um ein Trainingsziel zu erreichen. Ein Trainingsprogramm regelt folgende Inhalte: Anordnung der Trainingsinhalte, Auswahl der Trainingsmittel, Dosierung der Trainingsbelastung und die Durchführung von Trainings- und Leistungskontrollen.

Trainingsprinzipien

Übergeordnete Anweisung zum Handeln im sportlichen Training.

Trainingsreiz

siehe Trainingsbeanspruchung und Trainingsbelastung.

Trainingssteuerung

Abstimmung aller Maßnahmen der Trainingsplanung, Trainingsdurchführung und Trainingskontrollen zum systematischen Erreichen der sportlichen Leistungen und Erfolge

Trainingsumfang

Anzahl der Trainingsübungen in den verschiedenen Trainingseinheiten.

Trainingsziel

Vorgabe des Trainingsprozesses, z.B. Muskelaufbau, Fettabbau, Verbesserung der Ausdauer.

Triathlon

Ausdauersportart, bestehend aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Diese werden nacheinander in dieser Reihenfolge mit ununterbrochener Zeitnahme absolviert.

Trimm-dich-Bewegung

1970 vom Deutschen Sportbund gestartete Aktion zur Bekämpfung der gestiegenen Krankheitszahlen und des hohen Anteils Übergewichtiger im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders. Dazu wurden vielerorts sogenannte Trimm-dich-Pfade installiert, Laufparcours, die eine Ansammlung von Turn- und Fitnessgeräten enthielten.

Turnen

Sportart, die sich in verschiedene Disziplinen aufteilt und häufig unter Einsatz von Geräten stattfindet (Gerätturnen). Das Turnen in Deutschland geht auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), bekannt auch als Turnvater Jahn, zurück und besteht meist aus Dreh- und Wendebewegungen.

U

Übertraining

Chronische Überlastungsreaktion, die meist durch kontinuierlich zu hohe Trainingsintensitäten, zu hohes Trainingsvolumen und/oder unzureichende Regenerationszeiten zwischen den Trainingseinheiten ausgelöst wird. Das Leistungsniveau des betroffenen Sportlers sinkt. Begleitsymptome wie erhöhter Ruhe- und Belastungspuls, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen treten auf. Dieser Zustand hat Krankheitswert. Als Vorstufe des Übertrainings wird die Überbelastung angesehen.

Übung

Vorgang, mit dem man durch stetige Wiederholung etwas erlernen kann. Durch Üben kann das Erlernte auch weiter perfektioniert oder vor dem Verlernen bewahrt werden.

Übungstherapie

Krankengymnastische Behandlungsmethode in Form von passiven und aktiven Bewegungsübungen und als Koordinationsgymnastik (Ziel-, Geh- und Gleichgewichtsübungen).

Unfall

Plötzlich auftretende, zeitlich begrenzte, exogene, schädigende Einwirkung, die Gesundheit und Leben eines Menschen gefährdet. Der Unfall ist die häufigste Todesursache im Kindesalter. An der Spitze steht der Verkehrsunfall, gefolgt von Sturzverletzungen, Verbrennungen, Verbrühungen, Ertrinken usw..

V

Verspannung

Durch Überanstrengung oder einseitige Haltung verursachter schmerzhafter Zustand der Nacken- oder Schultermuskulatur.

Verstauchung

Siehe Distorsion.

Vorbeugung

Siehe Prävention.

W

Wadenkrampf

In der Regel harmlose, wenngleich auch sehr schmerzhafte Verkrampfung der Waden. Wadenkrämpfe können unterschiedliche Ursachen haben, so wird ein nächtlicher Wadenkrampf oftmals durch Fehl- oder Mangelernährung, Alkoholisierung oder Wassermangel ausgelöst. Droht der Wadenmuskel zu verkrampfen, hilft eine Gegenbeuge durch Drücken der Zehen in Richtung Schienbein. Die Verkrampfung kann dadurch gemindert oder sogar ganz unterbunden werden. Gegen den Schmerz nach einen Wadenkrampf helfen eine Massage, eine Wechseldusche mit kaltem und warmem Wasser oder auch einfaches Gehen.

Walking

Gebräuchliche Bezeichnung für die Breitensport-Variante der wettkampforientierten Sportart Gehen.

Warm-up

Aus dem Englischen entlehnter Begriff für Aufwärmen.

Wäremtherapie

Anwendung von Wärme im Rahmen der physikalischen Therapie als Sauna, Überwärmungsbad, Packung, Wickel, Infrarotlicht, Hochfrequenztherapie u.a. Wirkung: Neben einer verbesserten Durchblutung, Muskelentspannung und einer schmerzstillenden Wirkung wird vor allem in Verbindung mit Kaltanwendungen eine Stimulation des Immunsystems angenommen.

Wellness (Wohlbefinden)

Weit gefächerter Begriff, der im Grunde alles beschreibt, was dazu führt, dass man die eigene Gesundheit und vor allem auch das Wohlbefinden verbessert. Der Begriff Wellness entstand ungefähr in der Mitte der 1950er Jahre.

Weltgesundheitsorganisation

Deutsche Bezeichnung für World Health Organization (WHO). Internationale Förderation mit Sitz in Genf zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, insbesondere bei Prävention und Bekämpfung von Volkskrankheiten und Seuchen sowie bei der Impfstoffherstellung.

WHO

Abkürzung für (engl.) World Health Organization. Siehe Weltgesundheitsorganisation.

Widerstand

Höhe der Gewichtskraft, welche dem Trainierenden bei Übungen mit Fitnessgeräten entgegenwirkt.

Wirbelsäule

Bewegliche Stütze des Körpers, die das Gewicht von Kopf, Hals, Rumpf und oberen Extremitäten trägt. Die einzelnen Glieder nennt man Wirbel (Vertebrae). Die Wirbel sind durch Zwischenwirbelscheiben (Disci intervertebrales) sowie durch verschiedene Bänder miteinander verbunden.

Wirbelsäulenaffektionen

Sammelbezeichnung für Wirbelsäulenveränderungen und -erkrankungen.

X

Y

Yoga

Ursprünglich indische philosophische und religiöse Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Beim modernen, westlichen Yoga liegt der Schwerpunkt auf meditativen und körperbezogenen Praktiken, die mehr esoterischer, statt spiritueller Natur sind.

Z

Zerrung

Vorgang einer unphysiologisch ablaufenden Muskeldehnung. Im Gegensatz zum Muskelfaserriss liegt kein Gewebeschaden vor. Bei Nichtbeachten der Beschwerden kann es jedoch zu einem Muskelfaserriss oder gar Muskeldurchriss kommen.

Zirkeltraining

Spezielle Methode des Konditionstrainings, bei der verschiedene Stationen nacheinander absolviert werden müssen. Zirkeltraining schult je nach Ausführungsmodalität schwerpunktmäßig die Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder Schnelligkeit. Die Stationen sind kreisförmig angelegt. An jeder Station ist eine spezifische Übung zu absolvieren.

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