Programm 2019

Freitag, 01. Februar 2019 - Pre-Workshops

Raum 900 - Veranstaltungszentrum
13:15 - 17:15 Christine Hamilton
Physiotherapeutin, Dozentin für Physiotherapie, Sportphysiotherapie und interdisziplinäre Schmerztherapie
 

Fast Tracking Physiotherapie für Nacken-Assoziierte-Beschwerden - Ein evidenzbasierter Überleitfaden für HWS und Schulter

Das breite Spektrum der therapeutischen Vorgehensweisen für das noch breitere Spektrum an Nackenbeschwerden stellen Physiotherapeuten in der täglichen Praxis vor große Herausforderungen.

In diesem Workshop lernt man Fast-Tracking Physiotherapie. Die unzähligen Fragebögen, Testbatterien und Behandlungsevidenzen aus der Wissenschaft werden für die Praxis patiententauglich und gezielt komprimiert und geordnet. Anhand von Fallbeispiele werden therapeutische Übungen zur segmentalen Stabilität der Nackenregion und zur Verbesserung der Haltungskontrolle, des Gleichgewichts, der Wahrnehmung und der Okulomotorik gezielte auf Patienten zugeschnitten und geübt. Ziel ist, evidenzinformierte klinische Entscheidung zu treffen und effektiv umzusetzen.

13:15 - 17:15 Christina Halasz MSc. D.O., Österreich
Osteopathin, Physiotherapeutin, Dipl.-Sportlehrerin
 

Gewebeerinnerung und autonome Regulation bei traumatischen Ereignissen und ihre Bedeutung in der Behandlung von Schmerzen

Wie der Körper Traumen speichert und warum Therapiereize deshalb von PatientInnen sehr unterschiedlich verarbeitet werden sind die zentralen Themen dieses Workshops.

Der Einfluss von Unfällen und Verletzungen auf das autonome Nervensystem und die Faszien wird durch Theorie und praktische Übungen erfahrbar gemacht. Es wird gezeigt, wie TherapeutInnen erkennen können, in welchem Stadium der Traumaverarbeitung  ein Patient/eine Patientin und in welchem Zusammenhang das mit Schmerzen von PatientInnen steht.

In praktischen Übungen wird erarbeitet, wie Gewebeerinnerungen aufzuspüren sind und heilsam behandelt werden können.

13:15 - 17:15 Dr. John Brazier
Honoree Doctor of TCM, Oriental medicine practitioner (Thai & Japanese), Specialist in Western Musculo-Skeletal systems
 

KORE - The Root of Performance Enhancement and Accelerated Recovery (Englisch)

Deutsch

Dr. John Brazier stellt Ihnen mit KORE ein einzigartiges, effizientes neuromuskuläres Screeningver­fahren vor, welches auf Elementen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), der Osteopathie und der klassischen Physiotherapie basiert.

KORE nutzt funktionelle Muskeltests, um eine Immunantwort auf die zugrundeliegenden Ursachen von Verletzungen und Ungleichgewicht zu erhalten. Diese interaktive Art der Behandlung stellt sicher, dass das Gehirn des Patienten vollständig in seine eigene Genesung einbezogen wird, bevor eine Therapie Einsatz findet. KORE arbeitet mit dem einzigartigen Wissen der Interaktion zwischen physischem Gleichgewicht und seinen Auswirkungen auf chemische und psychologische Veränderungen. Dieses Wissen ermöglicht uns, "Ursachen" zu finden und zu behandeln, die Leistung und Genesung unterstützen. Dieser Einführungskurs  behandelt interaktive Aspekte und Verbindungen innerhalb des KORE-Systems und umfasst:

  • Neurologische Muskeltests als ein Werkzeug, um eine Immunantwort auszulösen und die Ursache zu finden
  • Meridian-, Organ-, Faszien- und Muskeleinflüsse
  • Schädel- und Beckenungleichgewicht
  • Herausfordernde Aku-Punkte für Effektivität
  • Testung Sportliche Leistung

 Sie werden ein Gefühl für die Tiefe des KORE-Systems bekommen, indem Sie einige der einflussreichsten Wege kennenlernen, um dem Körper Fragen zu stellen, was er benötigt und welche Intervention in diesem Moment funktioniert, um mit der Genesung zu beginnen. Wir werden auch die Leistung von Sportlern mit den verschiedenen Aspekten ihres Sports herausfordern, um zu sehen, ob wir ihre Kraft sofort erhöhen können, um ihnen bessere Erfolgschancen zu geben.

Dieser Einführungskurs wird als Einstieg (KORE Basic / 1 Tag) anerkannt, sodass Sie direkt bei einer Buchung der K.O.R.E. Basic Ausbildung (regulär 4 Tage) am zweiten Tag der Ausbildung einsteigen können. Die Basic Ausbildung ermöglicht Ihnen einen noch tieferen Einstieg in das K.O.R.E. Performance System mit allen globalen und ersten spezifischen Tests und deren Interpretationen. Mithilfe von Release-Techniken, lösen Sie Bewegungs- und Kraftblockaden, die die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden Ihrer Kunden deutlich verbessert. 

Englisch

KORE utilizes functional muscle testing to help direct an immune response to the underlying causes of injury and imbalance. This interactive style of treatment ensures the clients’ brain is fully engaged in their own recovery before any therapy is applied.

KORE works with the unique knowledge of interaction between physical balance and its affects on chemical & psychological change, this knowledge allows us to find and treat ‘Root causes’ that undermine performance & recovery.

This introduction covers interactive aspects and connections within the KORE System, covering:

  • Neurologic muscle testing as a tool to initiate an immune response and finding the root cause
  • Meridian, organ, fascia and muscle influences 
  • Cranial and pelvic imbalances
  • Challenging acu-points for effectiveness
  • Testing athletic performance

You will get a feel for the depth of the KORE System by leaning some of the most influential ways to ask the body questions of what it needs, and what intervention will work at that moment to start their recovery. We will also challenge athletes’ performance in different aspects of their sport to see if we can instantly increase their power to give them a better chance of success.

This workshop will be recognized as an introductory course (KORE Basic / 1 day), so that you can start directly on the second day of training when you book the KORE Basic Training (regular 4 days).  K.O.R.E. Basic training allows you to get even deeper into the K.O.R.E. performance system with all global and first specific tests and their interpretations. Using release techniques, you release blockades in the area of movement and power, thereby improving significantly the performance and well-being of your customers.

18:00 - 19:30 Prof. Dr. Christian Grüneberg
 

Physio digital - mehr Zeit für die Therapie

Optionaler Zusatzworkshop für Pre-Workshop-Teilnehmer, auf 50 Plätze limitiert, Einlass ab 17:30

Potentiale und Herausforderungen einer Standardisierung klinischer Entscheidungsfindung, Therapieplanung und –evaluation mittels einer App-Anwendung. In diesem Workshop wird Ihnen die App-Anwendung TheraAssist, zur Unterstützung des Physiotherapeutischen Prozesses von der Anamnese über Screening, Untersuchung, Behandlungsschritte bis zur Evaluation der Behandlung, vorgestellt.

In der Physiotherapie spielen Assessments eine wichtige Rolle zur Unterstützung des Therapeuten im klinischen Entscheidungsprozess. Im Sinne der objektivierten Ergebnismessung fällt es leichter, klinische Muster zu erkennen und Hypothesen zu verfolgen. Es existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Assessments, die in verschiedenen Kategorien eingeteilt werden können:

  • Schmerz
  • Beweglichkeit
  • Mobilität
  • Sturzrisiko
  • Funktionsfähigkeit
  • Chronifizierungsrisiko
  • Selbstständigkeit
  • Beeinträchtigung
  • Belastbarkeit

Sie sind verschiedenartig aufgebaut, so gibt es Fragebögen, Skalen, passive Testungen durch Therapeuten und aktive Tests, die vom Patienten durchzuführen sind.

 

 

Samstag, 02. Februar 2019 - Symposium "Kopf und Körper" Tag 1

Raum 900 - Veranstaltungszentrum
08:45 - 09:00 Begrüßung
09:00 - 10:00 Dr. Volker Busch
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Leiter der wisenschaftl. AG Psychosozialer Stress u. Schmerz Universitätsklinik Regensburg
 

Chronische Schmerzen und andere Erschöpfungen

Die Fibromyalgie schmerzt und das Chronic Fatigue erschöpft – Patient UND Arzt. Betroffene gelten als schwierig. Ihre klinischen Beschwerden sind meist diffus und wechselhaft. Die Modediagnosen sind bei Patienten meist recht beliebt, bei Ärzten eher umstritten. Krankheitskonzepte sind oft wenig überzeugend, Behandlungsmethoden scheinen nicht hilfreich zu sein. Worunter leiden Menschen, die über ständige Schmerzen oder Erschöpfungen klagen? Sind Sie überhaupt krank? Wie kann man ihnen helfen?

Der Vortrag beschäftigt sich mit chronischen Schmerz- und Erschöpfungszuständen und erläutert, wie es zur Entwicklung dieser Störungsbilder kommt. Er demonstriert typische frühkindliche Ursachen für spätere Schmerzund Stressempfindlichkeit und gibt Tipps für den behandelnden Arzt im Umgang mit Erkrankungen. Zudem gibt Ihnen der Vortrag einen Überblick über die aktuellen medikamentösen Therapieoptionen und anderer Behandlungsoptionen.

Der Mensch ist Summe seiner Erfahrungen, aber nicht Sklave seiner Vergangenheit...

10:15 - 11:00 Dr. John Brazier (TCM) Msc., UK
Honoree Doctor of TCM, Oriental medicine practitioner (Thai & Japanese), Specialist in Western Musculo-Skeletal systems (Englisch)
 

Neurologic Dysfunction - A Key to releasing Pain & Inflammation

Deutsch:

Hier werden John und Sie die wichtigsten Funktionsstörungen des Körpers, die häufig zu verschiedenen Arten von Schmerzen und schlechter Genesung führen, diagnostizieren und in Frage stellen. Oft verursacht ein schlechtes Gleichgewicht im Band-Knochen-Apparat verschiedene Muskel- und Nervenreaktionen mit Entzündungen und neurologische Empfindlichkeit, die weit von der ursprünglichen Stelle der Verletzung entfernt auftreten können. Indem wir kinetischen Ketten folgen, können wir oft eine sofortige Antwort auf ein chronisches Problem schaffen.

Englisch:

Here John and you will diagnose and challenge the major dysfunctions of the body that often lead to various types of pain and poor recovery.

Often poor ligament balance and bone positions cause various muscle and nerve reactions that can feed inflammation and neurologic sensitivity far from the original site of injury. By following kinetic chains of influence we can often create an instant response to a chronic problem.

11:00 - 11:45 Kaffeepause & Besuch der Symposium-Partnerausstellung
11:45 - 12:30 Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann
Sportpsychologe der Fußballnationalmannschaft, Hochschuldozent, Führungskräfte-Coach
 

Return to competition aus psychologischer Sicht / Psychologisches Verletzungsmanagement

Leistungssportler weisen bei einer mehrwöchigen Rehabilitation teilweise erhebliche psychische Belastungsreaktionen auf. Nicht selten ist daher der Wiedereinstieg in das Trainings- und Wettkampfgeschehen verzögert. Verschiedenen psychologische Maßnahmen in der Rehabilitationszeit können hier positiv wirken und zur Entlastung und Unterstützung beitragen. Der Vortrag thematisiert praxisnah die Ansatzpunkte einer interdisziplinären psychischen Rehabilitation nach Sportverletzungen.

12:45 - 13:30 Dr. Matthew Howard, UK
Senior Lecturer in Pain and Neuroimaging at King's College London
 

Clinically Relevant Pain and the Brain: Insights Using Functional MRI (Englisch)

Deutsch

In den letzten zwanzig Jahren hat das Neuroimaging unser Verständnis der an der Schmerzerfahrung beteiligten Gehirnnetzwerke und deren Modulation durch die Behandlung revolutioniert. Allerdings hat das Feld wohl noch keinen wirklichen Einfluss auf die Patienten. In diesem Vortrag wird untersucht, wie neue Ansätze in der Neuroimaging diese Lücke schließen können. Insbesondere werden wir uns auf folgende Bereiche konzentrieren:

  • Der Blick über den evozierten Schmerz hinaus: Was haben wir über spontane Schmerzen gelernt?
  • Gleiche Symptome, andere Pathophysiologie: Können wir mit Neuroimaging klinische Populationen unterteilen?
  • Rückschlüsse außerhalb der Gruppe: Können wir prognostische und diagnostische Vorhersagen auf der Ebene des einzelnen Patienten treffen?
  • Das fehlende Glied: Können wir aussagekräftige Funktionssignale aus dem Rückenmark erfassen? 

Englisch

In the last twenty years, neuroimaging has revolutionised our understanding of the brain networks involved in the pain experience and how they are modulated by treatment.  However, arguably the field has yet to truly impact upon patients.  In this talk we will consider how new approaches in neuroimaging are aiming to bridge this gap.  In particular, we will focus on:

  • Looking beyond evoked pain - what have we learned about spontaneous pain?
  • Same symptoms, different pathophysiology - can we use neuroimaging to stratify clinical populations?
  • Beyond group-wise inference - can we achieve prognostic and diagnostic predictions at the level of the individual patient?
  • The missing link - can we capture meaningful functional signals from the spinal cord?
13:30 - 15:00 Snacks & Besuch der Symposium-Partnerausstellung
15:00 - 16:00 Dr. Eric Cobb, USA
Health & Movement Specialist, Creator and Founder of Z-Health
 

Applied Pain and Performance Neurology - Practical examples (Englisch)

Deutsch

Eine der größten Herausforderungen für moderne Gesundheits- und Fitness-Profis besteht darin, die Lücke zwischen der aktuellen neurowissenschaftlichen Forschung und der praktischen Anwendung bei Patienten und Sportlern zu schließen. In diesem Praxisvortrag untersuchen Sie gemeinsam mit Dr. Cobb:

  • Die multifaktorielle Natur von Schmerz und Leistung
  • Warum unsere aktuellen Bildungsmodelle uns oft nicht auf komplexere Herangehensweisen vorbereiten
  • Praktische Auswirkungen eines neurozentrischen Ansatzes auf Schmerz und Leistungsfähigkeit
  • 2 Fallstudien, die neurozentrische Trainingsprinzipien illustrieren

Englisch

One of the greatest challenges confronting modern health and fitness professionals is bridging the gap between current neuroscience research and practical application with patients and athletes. In this talk we will explore:

  • The multifactorial nature of pain and performance
  • Why our current educational models often leave us unprepared for more complex presentations
  • Practical ramifications of a neurocentric approach to pain and performance
  • 2 case studies that illustrate neurocentric training principles
16:15 - 17:15 Christina Halasz MSc. D.O., Österreich
Osteopathin, Physiotherapeutin, Dipl.-Sportlehrerin
 

Die verantwortungsvolle Anwendung schmerzhafter myofaszialer Behandlungstechniken bei PatientInnen mit traumatischen Erlebnissen

Die aktuellen Behandlungstechniken für Faszien gehen vielfach mit mehr oder weniger starken Schmerzen während der Behandlung einher. Das unterstützt viele Heilungsprozesse positiv. Jedoch gibt es immer wieder PatientInnen, denen der Schmerz „zu viel“ ist, die nach einer Behandlung völlig aufgewühlt sind oder auch vegetativ entgleisen. Christina Halasz erklärt in ihrem Vortrag die Mechanismen, die bei traumatischen Erlebnissen ablaufen und zieht daraus Schlussfolgerungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Schmerz bei der Therapie.

17:15 - 18:30 Praxis & Präsentation in der Industrieausstellung
18:30 - 19:30 Franz Keller
Spitzenkoch
 

Vom Einfachen das Beste

Die Weltbevölkerung nimmt zu. Vor allem an Gewicht. Das ist  leider kein Witz, sondern adipöse Realität. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sterben auf unserem Planeten mehr Menschen an Fettleibigkeit und falscher Ernährung als an

Hunger. Was hier eigentlich der größere Skandal ist, vermag ich kaum zu entscheiden. Leiden wir inzwischen tatsächlich an einer kollektiven Essstörung? Gemessen an den Kochshows, Küchentalks und Food-Blogs, die sich im TV und in den Social-Media-Kanälen inflationär verbreitet haben, könnte man ja denken, wir Deutschen  entwickeln uns allmählich zu einem Volk der Gourmets und Genussköche. Tatsächlich aber läuft der Trend komplett in die entgegengesetzte Richtung: Weg von frisch zubereitetem Essen und hin zu industriell produzierten Fertiggerichten und Lebensmitteln, die ich eher als Sterbemittel bezeichnen würde.

ab 19:30 Get-Together-Dinner

 

 

Sonntag, 03. Februar 2019 - Symposium "Kopf und Körper" Tag 2

Raum 900 - Veranstaltungszentrum
09:00 - 10:00 Prof. Dr. Hannu Luomajoki, Finland/Switzerland
Physiotherapeut, Leiter des Masterprogramms für msk Physiotherapie der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (ZWAH)
 

Einsatzbereich der Physiotherapie in Bezug auf Gehirn und Schmerz - Assessments, Messungen und Therapieoptionen

Aus Sicht von Prof. Dr. Luomajoki gibt es drei konkrete Bereiche, wo Physiotherapie eine große Rolle spielen kann: Das Sensorische (Körperwahrnehmung), das Kognitive (Ängste, Katastrophisierung, „Beliefs“ & psychosoziale Faktoren) und das motorische (Bewegungskontrolle, Koordination, Propriozeption).

In seinem Vortrag geht er darauf ein, wie diese Bereiche konkret im Alltag gemessen werden können und wie die daraus resultierende praktische Umsetzung in der Behandlung aussehen kann. Prof. Dr. Luomajoki wird die zugrunde liegende Theorie anhand der aktuellen Studienlage kurz darstellen und dann konkrete Assessments, Messungen und Therapieoptionen vorstellen.

10:00 - 10:30 Kaffeepause & Besuch der Symposium-Partnerausstellung
10:30 - 11:30 Klaus Eder
Langjähriger Physiotherapeut des DFB, Sportphysiotherapeut, Inhaber der EDEN-REHA, Zentrum für Physiotherapie und Rehabilitation, Donaustauf
 

Kopfverletzungen im Sport - Beschwerden- Symptome und Gefahren

Ob Zusammenstöße während eines Kopfballduells im Fußball, Bandenchecks im Eishockey oder permanente Schläge im Boxsport - Der Kopf eines Leistungssportlers muss viel aushalten und die Folgen sind nicht immer unmittelbar erkennbar beziehungsweise finden entsprechende Beachtung.

Klaus Eder spricht in diesem Vortrag über das häufig unterschätzte Risiko von Kopfverletzungen im Sport. Dabei gibt er wertvolle Tipps aus seiner beruflichen Praxis und beleuchtet folgende Fragestellungen bzw. Themenbereiche genauer:

  • Was sind die Zeichen einer Gehirnerschütterung (kurzfristig / langfristig)?
  • Diagnostische Kriterien am Spielfeldrand (Concussion Assessment)
  • Comotio Labirinti oder Comotio ceribri? (Differerntialdiagnostik)
  • Therapeutische Maßnahmen
  • Strategieempfehlungen bis hin zu "Return to Competition"

Seien Sie gespannt auf jede Menge Wissen gepaart mit Praxiserfahrungen aus erste Hand.

11:30 - 12:30 Kaffeepause & Besuch der Symposium-Partnerausstellung
12:30 - 13:15 Christine Hamilton
Physiotherapeutin Dozentin für Physiotherapie, Sportphysiotherapie und Interdisziplinäre Schmerztherapie
 

Physiotherapie bei Schmerzen des Bewegungssystems - Patientenzentriertes (statt konzeptorientiertes) motorisches Training für nackenassoziierte Beschwerden

Kein Einzelkonzept ist ausreichend beziehungsweise umfassend genug, um der Vielfältigkeit von Nacken-Assoziierte-Beschwerden gerecht zu werden. In diesem Vortrag werden evidenzinformierte klinische Entscheidungen zu den folgenden Fragen erörtert:

  • Wie viele Informationen und Untersuchungen sind nötig, um Patienten einzuordnen und sicher und effektiv zu behandeln?
  • Womit fängt man bei den diversen Behandlungsstrategien der multimodalen Therapie an und bei wem?

Spezifische therapeutische Übungen der tiefen zervikalen Muskeln werden zur Symptommodifikation der patientenspezifischen, funktionellen Beeinträchtigung eingesetzt und ergänzt durch edukative und „Hands-on“ Maßnahmen.

13:30 - 14:30 Martina Egan Moog MSc., Melbourne, Australia
MSc., Post Grade Manipulative Therapy, Masters by Science Degree, Dozentin für Spezielle Schmerzphysiotherapie, NOI Instructor
 

Explain Pain - Ein Plädolyer für den chronischen Schmerzpatienten

Trotz wachsender neurowissenschaftlicher Erkenntnisse scheint anhaltender nicht-nozizeptiv-spezifischer Schmerz therapeutischen Bemühungen immer einen Schritt voraus zu sein. In dieser Situation sind Behandler und Patienten häufig gleichermassen demoralisiert, Schuld- und Schadensersatzansprueche florieren. Obwohl Forschungsergebnisse einen bio-psycho-sozialen Ansatz unterstützen halten sich strukturell orientierte, pathogenetisch angelegte Therapiekonzepte. Dabei gibt es mittlerweile überzeugende neuro-endokrino-immunologische Argumente die dafür appellieren anstatt den Schmerz ‘bekämpfen’ zu wollen eher ein therapeutisches Handlungsbündnis mit den homöostatischen Schutzsystemen des Körpers anzustreben. Im Vortrag werden drei Strategien vorgestellt die diesen Prozess allostatisch unterstützen kőnnen: a) eine fundierte Schmerzedukation, basierend auf den 10 Zielkonzepten aus 'Schmerzen verstehen', b) ein Ressourcen-orientiertes Vorgehen, z.B. mit Ansätzen aus der Positiven Psychologie, und c) eine 'Ent-Stigmatisierung' des chronischen Schmerzpatienten.

14:30 Ausklang / Verabschiedung

 

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